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18 Beiträge gefunden

Organisation

Die Entwicklung und Organisation der einzelnen Waffengattungen des Reichsheeres vor dem (Ersten) Weltkrieg

Seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Infanterie als die Hauptwaffe angesehen. 1688 umfasste die preußische Armee insgesamt 16 Regimenter zu Fuß, 1713 waren es 20, 1740 zählte man 32 und 1786 bereits 55 Feldregimenter der Infanterie1. Im unheilvollen Jahr 1806 gehörten 60 Infanterie-Regimenter und 24 Füsilier-Bataillone sowie das Feldjäger-Regiment zu Fuß zur altpreußischen Armee2. In der Konfrontation mit den Truppen des jungen französischen Kaiserreichs gingen die meisten dieser Einheiten unter, nur die Regimenter Nr. 2, 8, 11, 14, 16, 42, 52 und 58 überdauerten die Katastrophe als geschlossene Truppenkörper. Die im Grunde vollständige Niederlage der altpreußischen Armee war Anlass für eine - eingebettet in grundlegende politische Umwälzungen - umfassende Heeresreform3. Aus den vorgenannten vor allem ostpreußischen Infanterie-Regimentern und Resten anderer Einheiten entstanden zunächst 4 ostpreußische, 2 westpreußische und 2 pommersche Regimenter, später folgten 2 brandenburgische Infanterie-Regimenter und 1 schlesisches Infanterie-Bataillon. Laut dem französischen Diktat vom 01.01.1809 durfte die preußische Armee nur noch 10 Infanterie-Regimenter mit zusammen maximal 22000 Mann ausschließlich der Garde umfassen. Ungeachtet der teilweisen französischen Besetzung preußischen Staatsgebietes und hoher Reparationszahlungen wurde der Wiederaufbau des Heeres trotz denkbar knappster Mittel vorangetrieben und ermöglichte letztlich den erfolgreichen Befreiungskampf 1813/15 gegen das kaiserliche Frankreich unter Napoleon I. Das Wehrgesetz vom 03.09.1814 stellte in Fortbildung des Entwurfs zur Ausführung der Konskription in den preußischen Staaten vom 05.02.1810 die allgemeine Wehrpflicht aller Staatsangehörigen ab dem 20. Lebensjahr fest und strukturierte die bewaffnete Macht in das stehende Heer, die Landwehr des 1. und 2. Aufgebotes und den Landsturm4. Seit dem 25.03.1815 führten die ehemaligen Reserve-Regimenter Nr. 1 bis 12 die Bezeichnung als Infanterie-Regimenter Nr. 13 bis 24 und bis Ende 1815 zählte die Linien-Infanterie - auch durch Übernahme ehemals schwedisch-pommerscher, nassauischer usw. Truppen – insgesamt 36 Regimenter. 1818 (30.03.) entstanden die Regimenter Nr. 33 bis 36 bzw. 1820 (12.02. bzw. 12.03.) teilweise durch Umwandlung die Regimenter Nr. 33 bis 40 zu je zwei Bataillonen5. Dieser Stand blieb für eine längere Zeit unverändert.

Organisation

Gliederung und Organisation der Alten Armee - Artillerie - Preußen - Feldartillerie-Regimenter

Die deutsche Artillerie zerfiel in die (leichte) Manövrier-(=Feld-) und die (schwere) Positions- (=Fuß-)Artillerie. Erst 1872 war die völlige Trennung der beiden Gattungen erfolgt. Die Feldartillerie zählte im Jahre 1914: 4 Garde- und 96 Linien-Regimenter, darunter 12 bayerische (eigene Nummerierung), 1 hessisches (Nr. 25), 1 mecklenburgisches (Nr. 60), 8 sächsische (Nr. 12, 28, 32, 48, 64, 68, 77. 78) und 4 württembergische (Nr. 13, 29, 49, 65) Regimenter. Mecklenburg - Strelitz stellte die 3. Batterie des Feldartillerie-Regiments Nr. 24 (Neustrelitz). Zu den Gardeformationen zählte auch das Lehr-Regiment der Feldartillerie-Schießschule (Jüterbog).

Organisation

Die Deutschen Kolonien und die Schutztruppen

Der Beitrag ist den deutschen Schutztruppen gewidmet. Schutztruppe war die offizielle Bezeichnung der militärischen Einheiten in den deutschen Kolonien in Afrika von 1891 bis zur verfügten Auflösung im Oktober 1919. Auch die Ostasiatische Besatzungsbrigade wird in diesem Beitrag abgehandelt.Die Ostasiatische Besatzungs-Brigade war ein militärischer Verband des Deutschen Kaiserreichs, der am 17. Mai 1901 nach dem Ende der großen Kampfhandlungen des Boxeraufstands aus dem Ostasiatischen Expeditionskorps hervorging. Am 17. 05.1901 per kaiserlichem Befehl gebildet, um die vorherigen, viel größeren Expeditionsstreitkräfte in China abzulösen.

Organisation

Eine kleine Geschichte der kaiserlichen Marine - 3. Teil

Der Ursprung der Marineinfanterie geht auf das Jahr 1849 zurück1. Das Marinierkorps hieß ab 1852 Seebataillon. 1889 wurde es in das 1. und 2. Seebataillon geteilt. 1897 entstand das spätere 3. Seebataillon. Das 1. und 2. See-Bataillon (Kiel bzw. Wilhelmshaven) umfassten jeweils 4 Kompanien, 1 Festungstelegraphen- und 1 Maschinengewehrzug Vom 3. Seebataillon standen nur 2 Kompanien und die Stammbatterie in Cuxhaven, der Rest befand sich beim Ostasiatischen Marinedetachement (im Schutzgebiet Kiautschou).

Organisation

Eine kleine Geschichte der Kaiserlichen Marine - 2. Teil

Bis zum Ende des Jahrhunderts spielte die Kaiserliche Marine im Verhältnis zum Landheer nur eine sekundäre Rolle. Ab 1898 wurde jedoch die Flotte aufgebaut, die Vermehrung des Heeres hingegen beschränkt Dies geschah vor allem aus finanzpolitischen Erwägungen heraus, auch meinte man hinsichtlich der Quantität die vertretbaren Grenzen hier erreicht zu haben. Die militärische Führung wollte sich beim Landheer nunmehr auf die Optimierung der Qualität von Organisation, Ausbildung und Ausrüstung konzentrieren. So stagnierte die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres, bis man kurz vor dem 1. Weltkrieg wieder fieberhaft zu rüsten begann. Die Bevorzugung der Marine entsprach den maritimen Neigungen von Wilhelm II. Der zentrale Promotor der wilhelminischen Flottenpolitik war aber Alfred von Tirpitz (1849-1930).