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Vestes Bellica Archiv für Heereskunde

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Szenen des Krieges - deutsche Tanks

Erbeuteter britischer Tank in deutschem Einsatz. Zeitgenössische Fotokarte. Undatiert.
Erbeuteter britischer Tank in deutschem Einsatz. Zeitgenössische Fotokarte. Undatiert.

Zum ersten Panzergefecht der Weltgeschichte berichtet Thomas Weißbrich vom Deutschen Historischen Museum (Berlin) das Nachfolgende: Es fand am "24. April 1918 zwischen drei britischen Mark IV und drei deutschen A7V bei Villers-Bretonneux statt. Im Laufe des Kampfes wurden zwei britische und ein deutscher Panzer beschädigt und fielen aus. Zwar gelang es der deutschen Infanterie, den umkämpften Ort einzunehmen, doch eroberten ihn australische Truppen bereits wenig später zurück".

Englische Tank für die Deutschen im Einsatz Mitte 1918. Entnommen aus: Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit. Kriegsbilder des Kriegsfotographen Hermann Rex, Oberammergau 1926, S. 200.
Englische Tank für die Deutschen im Einsatz Mitte 1918. Entnommen aus: Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit. Kriegsbilder des Kriegsfotographen Hermann Rex, Oberammergau 1926, S. 200.

Mangels einer eigenen ausreichend starken Panzerwaffe wurden auf deutscher Seite erbeutete britische Tanks eingesetzt. Deutschland entwickelte nur sehr zögerlich eine eigene Panzerwaffe. So z. B. den AZV. Dieser Typ eines Großtanks wog 32 t, war 7,4 m lang, hatte 200 PS und konnte pro Stunde 9 km zurück legen. Die Besatzung umfasste 18 Mann.

Es sollen von diesem Panzertyp nicht mehr als 20 Exemplare gebaut worden sein.

Es gab auch Straßenpanzerwagen, z. B. den Ehrhardt E-V/4.

Die wenigen produzierten Fahrzeuge wurden im Jahre 1916 zu einem Panzerkraftwagen MG-Zug 1 zusammen gefasst. Später entstanden weitere entsprechende Einheiten. Insgesamt sollen von dem vorgenannten Model 33 Exemplare gebaut worden sein.

Der A5P mit Allrandantrieb von der Fa. Büssing kam an der Ostfront zum Einsatz.

Deutscher Tank an der Westfront im Juli 1918. Entnommen aus: Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit. Kriegsbilder des Kriegsfotographen Hermann Rex, Oberammergau 1926, S. 200.
Deutscher Tank an der Westfront im Juli 1918. Entnommen aus: Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit. Kriegsbilder des Kriegsfotographen Hermann Rex, Oberammergau 1926, S. 200.

Insgesamt verfügte Deutschland letztendlich über 45 Tanks, die Alliierten hatten zum Kriegsende hingegen etwa 4500 Tanks.

Diese taktische Fehleinscätzung trug sicherlich auch maßgeblich zur deutschen Niederlage bei.

Erbeuteter deutscher Tank A7V. Zeitgenössische (französische) Fotokarte. Undatiert. Um 1917/ 1918.
Erbeuteter deutscher Tank A7V. Zeitgenössische (französische) Fotokarte. Undatiert. Um 1917/ 1918.

Ferner gab es noch einen A7V Raupenlastwagen.

Originales Foto eines deutschen gepanzerten Fahrzeugs (zum Transport von Munition usw.) im Gelände.
Originales Foto eines deutschen gepanzerten Fahrzeugs (zum Transport von Munition usw.) im Gelände.
Deutsche Tankbesatzung in Sonderbekleidung. Dahinter eroberter britischer Tank im deutschen Einsatz. Originales großformatiges offizielles Foto. Undatiert, wohl 1918
Deutsche Tankbesatzung in Sonderbekleidung. Dahinter eroberter britischer Tank im deutschen Einsatz. Originales großformatiges offizielles Foto. Undatiert, wohl 1918

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Kriegsgeschichte

Der Verlauf des Ersten Weltkriegs (1918)

Der Beginn der Jahres 1918 war geprägt von Friedensbemühungen, insbesondere die Botschaft des amerikanischen Präsidenten Wilson entwickelte ein Friedensprogramm mit 14 Punkten. In Österreich und Deutschland beunruhigten Massenstreiks die politische und militärische Führung. Die amerikanische Friedensinitiative wurde auf deutscher Seite unterschiedlich kommentiert, fand aber letztlich bei den Mittelmächten kein positives Echo. Auch die alliierte Seite war zu diesem Zeitpunkt zu Verhandlungen nicht wirklich bereit. Zwischen Ende Oktober und Mitte Februar liefen die Friedensverhandlungen zwischen Russland und den Mittelmächten in Bresk-Litowsk. Die dargebotenen Friedensbedingungen waren hart. Der russische Verhandlungsführer Trotzki kündigte die Demobilmachung des russischen Heeres an, wollte aber die von den Deutschen gestellten Bedingungen nicht anerkennen. Daraufhin lebten die militärischen Feindseligkeiten wieder auf und die deutschen Truppen rückten weiter auf russisches Gebiet vor. Im Februar wurden Reval, Minsk, Shitomir und im März Kiew besetzt. Am 03.03. kam es dann doch zum förmlichen Friedensschluss, da das durch die Revolution instabile russische Reich den Frieden dringend benötigte. Bereits am 09.02. war es zum Friedensschluss mit der Ukraine gekommen. Deutschland wurde hierdurch zwar von einem Zweifrontenkrieg befreit und konnte insbesondere die Westfront durch nicht mehr im Osten benötigte Truppen verstärken, dennoch war die Präsenz der Mittelmächte in den politisch unruhigen östlichen Gebieten als Schutzmacht erforderlich.