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25 Beiträge gefunden

Kriegsgeschichte

Szenen des Krieges - Gefallene

Der Erste Weltkrieg war der erste industrielle Krieg mit einem enormen Verlust an Menschen und Material. Bei Ausbruch des Krieges hatte keiner der Beteiligten mit einer so lange andauernden blutigen Auseinandersetzung gerechnet, doch der miltärische Konflikt entwickelte sich rasch - vor allem an der Westfront - zu einer Pattsituation und letztlich zu einem wechselseitigen Zermürbungskrieg. Dabei waren auf beiden Seiten insbesondere die gegnerischen Verluste durchaus ein relevantes strategisches Kalkül, man rechnete mit einer tatsächlichen und moralischen Erschöpfung des Gegners und hoffte letztlich auf einen Durchbruch an der festgefahrenen Front, weil der Gegner keine Reserven mehr hatte, um die Bresche oder Lücke rechtzeitig zu schließen. In diesem Zusammenhang legte man sogar Ziele fest, wie viele Verluste durch Verwundung und Gefangenschaft (monatlich) erforderlich waren, um den erhofften Grad der gegnerischen Erschöpfung zu erreichen (Ferguson, Der falsche Krieg, S. 281).

Kriegsgeschichte

Szenen des Krieges - deutsche Tanks

Zum ersten Panzergefecht der Weltgeschichte berichtet Thomas Weißbrich vom Deutschen Historischen Museum (Berlin) das Nachfolgende: Es fand am "24. April 1918 zwischen drei britischen Mark IV und drei deutschen A7V bei Villers-Bretonneux statt. Im Laufe des Kampfes wurden zwei britische und ein deutscher Panzer beschädigt und fielen aus. Zwar gelang es der deutschen Infanterie, den umkämpften Ort einzunehmen, doch eroberten ihn australische Truppen bereits wenig später zurück".

Kriegsgeschichte

Szenen des Krieges - Eisenbahn und Transport

In den besetzten Gebieten verfügte die deutsche Eisenbahn über 24000 km Voll- und 4000 km Schmalspurbahn. Es standen zwischen 8- und 9000 Lokomotiven und ca. 18000 Eisenbahnwaggons zur Verfügung. Zur den Eisenbahnformationen zählten 1918 etwa 178000 Personen, u. a. 75000 zivile Eisenbahnbedienstete. Zu den umfangreichen Bautätigkeiten wurden Gefangene und Einwohner der Etappengebiete herangezogen. Mitte 1918 gab es auf den verschiedenen deutschen Kriegsschauplätzen 7760 vollspurige und 940 schmalspurige Lokomotiven, die Zahl der verfügbaren Eisenbahnwaggons wird mit ca. 180000 überliefert.

Kriegsgeschichte

Der Verlauf des Ersten Weltkriegs (1918)

Der Beginn der Jahres 1918 war geprägt von Friedensbemühungen, insbesondere die Botschaft des amerikanischen Präsidenten Wilson entwickelte ein Friedensprogramm mit 14 Punkten. In Österreich und Deutschland beunruhigten Massenstreiks die politische und militärische Führung. Die amerikanische Friedensinitiative wurde auf deutscher Seite unterschiedlich kommentiert, fand aber letztlich bei den Mittelmächten kein positives Echo. Auch die alliierte Seite war zu diesem Zeitpunkt zu Verhandlungen nicht wirklich bereit. Zwischen Ende Oktober und Mitte Februar liefen die Friedensverhandlungen zwischen Russland und den Mittelmächten in Bresk-Litowsk. Die dargebotenen Friedensbedingungen waren hart. Der russische Verhandlungsführer Trotzki kündigte die Demobilmachung des russischen Heeres an, wollte aber die von den Deutschen gestellten Bedingungen nicht anerkennen. Daraufhin lebten die militärischen Feindseligkeiten wieder auf und die deutschen Truppen rückten weiter auf russisches Gebiet vor. Im Februar wurden Reval, Minsk, Shitomir und im März Kiew besetzt. Am 03.03. kam es dann doch zum förmlichen Friedensschluss, da das durch die Revolution instabile russische Reich den Frieden dringend benötigte. Bereits am 09.02. war es zum Friedensschluss mit der Ukraine gekommen. Deutschland wurde hierdurch zwar von einem Zweifrontenkrieg befreit und konnte insbesondere die Westfront durch nicht mehr im Osten benötigte Truppen verstärken, dennoch war die Präsenz der Mittelmächte in den politisch unruhigen östlichen Gebieten als Schutzmacht erforderlich.

Kriegsgeschichte

Szenen des Krieges - Bahntransport

Der Eisenbahn kam im Ersten Weltkrieg eine maßgebliche Rolle zu. Ohne das ausgebaute Eisenbahnnetz wäre der schnelle Aufmarsch der (sieben) deutschen Armeen im Westen nicht möglich gewesen. Aber auch für schnelle Truppenverschiebungen war ein leistungsstarkes Schienennetz unabdingbar. Bereits im Vorfeld des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 hatte der deutsche Generalstab die entscheidende Bedeutung der Eisenbahn erkannt. Im Jahre 1914 gab es zwischen Straßburg und Wesel bereits15 Bücken über den Rhein. Neben dem klassischen Schienennetz erlangten im Laufe des Krieges auch die Nebenbahnen bzw. Kleinbahnen eine wichtige Rolle, vor allem im Frontbereich. Um der strategischen Rolle der Eisenbahn gerecht zu werden, legte man zu Beginn des Krieges die verschiedenen Eisenbahnverwaltungen zusammen und unterstellte sie einer zentralen militärischen Leitung.

Kriegsgeschichte

Der Verlauf des Ersten Weltkrieges (1915)

Am 16.02.1915 gab das französische Oberkommando den Befehl, in der Champagne die Offensive zu erneuern. Erstmals bereitete stundenlanges Artilleriefeuer die Angriffe der Infanterie vor, die jedoch an der hohen Defensivkraft der deutschen Stellungen scheiterte. Die Franzosen verloren etwa 240000 Mann, die Deutschen lediglich 45000 Mann. Auch die britische Offensive bei Artois ab dem 10.03. misslang. Die Deutschen blieben im Westen defensiv und setzten hier auf den weiteren Ausbau der Stellungen. Diesen fehlte bisher die taktische Tiefe, nun entstanden eine zweite und dritte Linie. Problematisch blieb, dass man auf beiden Seiten die jeweilige Hauptkampflinie bei gegnerischen Angriffen unbedingt halten wollte. Diese starre Doktrin führte zu sinnlosen Verlusten, erst langsam begriffen die führenden Militärs, dass sowohl die klassische Form des Angriffs als auch eine zu starre Verteidigungshaltung nicht zum Erfolg bzw. zu unvertretbaren Verlusten führte.