Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Husaren-Regimenter - Husaren-Regiment von Schill (1. Schles.) Nr. 4
Das Husaren-Regiment von Schill (1. Schles.) Nr. 4 hatte als Stiftungstag den 15.11.1741.
Die Einheit stand in der Tradition der altpreußischen Husaren-Regimenter H 1, H 4, H 6, H 7 und H 10.
Das Regiment wurde formiert am 07.09.1808 in Kreutzburg, Guttentag, Gleiwitz und Ratibor.
Der Mannschaftsersatz stammte bis 1819 aus Oberschlesien, danach aus dem Umkreis von Breslau und Ohlau.
Als Garnison diente zuletzt (1914) Ohlau.
Der erste Regimentskommandeur war (bis 1813) Hans Ernst v. Zieten, der letzte Gerhard v. Enckevort. (bis 1919).
Mit AKO vom 15.02.1824 wurde der General-Feldmarschall Graf v. Zieten zum Chef des Regiments ernannt (er starb 1848 im Warmbrunn in Schlesien).
Die Einheit wurde nach dem Ersten Weltkrieg am 01.10.1919 aufgelöst.
Dolman und Pelz waren braun mit gelben Schnüren. Auch die Knöpfe waren gelb.
Der Besatzstreifen der Schirmmütze war braun mit gelben Vorstößen.
Die Kragenpatten des Mantels, der Kolpak und das Besatztuch der Sattelüberdecke waren gold-gelb.
Die Remonten erhielt die Formation aus den Depots der Provinz Preußen (Stand 1877).
Das Regiment ritt übrigens Pferde mit auffallenden Farben, also Schecken, Falben usw.
Die Standarte wurde am 01.10.1815 zu St. Aubin d`Ecroville mit dem Bande der Kriegsdenkmünze 1813/15 übergeben.
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Uniformierung & Ausrüstung
Die Uniformierung der Infanterie des Deutschen Reichsheeres - 1871 – 1914. X. Teil - Bayern (ohne Jäger)
Die bayerische Infanterie (ohne Jäger).
Organisation
Die Entwicklung und Organisation der einzelnen Waffengattungen des Reichsheeres vor dem (Ersten) Weltkrieg
Seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Infanterie als die Hauptwaffe angesehen. 1688 umfasste die preußische Armee insgesamt 16 Regimenter zu Fuß, 1713 waren es 20, 1740 zählte man 32 und 1786 bereits 55 Feldregimenter der Infanterie1. Im unheilvollen Jahr 1806 gehörten 60 Infanterie-Regimenter und 24 Füsilier-Bataillone sowie das Feldjäger-Regiment zu Fuß zur altpreußischen Armee2. In der Konfrontation mit den Truppen des jungen französischen Kaiserreichs gingen die meisten dieser Einheiten unter, nur die Regimenter Nr. 2, 8, 11, 14, 16, 42, 52 und 58 überdauerten die Katastrophe als geschlossene Truppenkörper. Die im Grunde vollständige Niederlage der altpreußischen Armee war Anlass für eine - eingebettet in grundlegende politische Umwälzungen - umfassende Heeresreform3. Aus den vorgenannten vor allem ostpreußischen Infanterie-Regimentern und Resten anderer Einheiten entstanden zunächst 4 ostpreußische, 2 westpreußische und 2 pommersche Regimenter, später folgten 2 brandenburgische Infanterie-Regimenter und 1 schlesisches Infanterie-Bataillon. Laut dem französischen Diktat vom 01.01.1809 durfte die preußische Armee nur noch 10 Infanterie-Regimenter mit zusammen maximal 22000 Mann ausschließlich der Garde umfassen. Ungeachtet der teilweisen französischen Besetzung preußischen Staatsgebietes und hoher Reparationszahlungen wurde der Wiederaufbau des Heeres trotz denkbar knappster Mittel vorangetrieben und ermöglichte letztlich den erfolgreichen Befreiungskampf 1813/15 gegen das kaiserliche Frankreich unter Napoleon I. Das Wehrgesetz vom 03.09.1814 stellte in Fortbildung des Entwurfs zur Ausführung der Konskription in den preußischen Staaten vom 05.02.1810 die allgemeine Wehrpflicht aller Staatsangehörigen ab dem 20. Lebensjahr fest und strukturierte die bewaffnete Macht in das stehende Heer, die Landwehr des 1. und 2. Aufgebotes und den Landsturm4. Seit dem 25.03.1815 führten die ehemaligen Reserve-Regimenter Nr. 1 bis 12 die Bezeichnung als Infanterie-Regimenter Nr. 13 bis 24 und bis Ende 1815 zählte die Linien-Infanterie - auch durch Übernahme ehemals schwedisch-pommerscher, nassauischer usw. Truppen – insgesamt 36 Regimenter. 1818 (30.03.) entstanden die Regimenter Nr. 33 bis 36 bzw. 1820 (12.02. bzw. 12.03.) teilweise durch Umwandlung die Regimenter Nr. 33 bis 40 zu je zwei Bataillonen5. Dieser Stand blieb für eine längere Zeit unverändert.
Uniformierung & Ausrüstung
Übersichtstafeln zur Uniformierung des Reichsheeres (Ruhl)
Die Uniformen der Deutschen Armee. Erste und Zweite Abteilung. Die Abzeichen der militärischen Grade usw. Verlag von Moritz Ruhl/ Leipzig. 10. Auflage. Letztere nicht vollständig.