Die Kaiserliche Marine - Fotographische Reminiszenzen an die Sommerfahrt und die Weltreise der SMS Viktoria Luise in den Jahren 1909 - 1910.
Originaler Fotonachlass wohl eines Deck-Unteroffiziers der SMS Victoria Louise.
SMS Victoria Luise
Die SMS Victoria Luise war ein Panzerdeckkreuzer der Kaierlichen Marine. Nach diesem Schiff wurde eine bestimmte Klasse von insgesamt fünf Kreuzern II. Klasse benannt.
Das Schiff trug den Namen der Tochter des Kaiser Wilhelms II.: Viktoria Luise Adelheid Mathilde Charlotte von Preußen.
Es waren neben der SMS Victoria Luise folgende Schiffe: Hertha, Freya, Vineta und Hansa.
Das besagte Schiff wurde am 9. April 1896 von der Bremer Werft AG Weser gebaut.
Der Stapellauf erfolgte am 29.03.1897.
Im Jahr 1899 wurde das Schiff zum Großen Kreuzer umklassifiziert.
Laut Hans Jürgen Hansen (Die Schiffe der Deutschen Flotten 1848 - 1945, Augsburg 1899, S. 94) verdrängten diese Schiffe 5660 Tonnen, waren 110 m lang (Hinweis: SMS Vineta und Hansa waren länger) und liefen rund 19 Knoten.
Die Bewaffnung bestand aus zwei 21-cm-, acht 15-cm-, zehn 8,8 cm -Schnellladekanonen, zehn Maschinenkanonen und drei Torpedorohre.
Die Besatzung bestand aus 31 Offizieren und 446 Mann Besatzung. Als Schulschiff war die Besatzung 658 bis 684 Mann stark.
Am 20. 02.1899 wurde die SMS Victoria Luise in Dienst gestellt und tat zunächst Flottendienst zunächst im I. Geschwader. Im Oktober 1903 war das Schiff für eine kurze Zeit dem II. Geschwader zugeteilt.
Danach nahm die SMS Victoria Luise an Flottenmanövern in der Ost- und Nordsee teil und wurde am 12.12.1903 außer Dienst gestellt.
Nach diversen Umbauten wurde die SMS Victoria Luise 1908 als Schulschiff reaktiviert und nahm ab diesem Zeitpunkt Schiffsjungen und Seekadetten an Bord.
Es folgten verschiedene Sommerfahren - zumeist Ausbildungsfahrten in der Ostsee - und Weltreisen. Die ersten Fahrten fanden im Jahr 1908 statt.
1909 besuchte das besagte Schiff New York und nahm an den Feierlichkeiten anlässlich der Erstbefahrung des Hudson sowie der Aufnahme des Linienbetriebs zwischen New York und Albany mit dem von Robert Fulton konstruierten Dampfschiff Clermont im Jahr 1807 vor 300 Jahren teil. Von dieser Reise kehrte die SMS Victoria Louise am 10.03.1910 nach Kiel zurück
Die SMS Victoria Luise wurde - da nicht mehr zeitgemäß - kurz nach Beginn des Weltkrieges außer Dienst gestellt und diente als Minenlager. Nach dem Ende des Krieges wurde es - ab 1920 - zu einem Frachtschiff umgebaut . Es nannte sich fortan "Flora Sommerfeld".
Im Jahre 1923 wurde das Schiff in Danzig schließlich abgewrackt
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