Bilder zur Geschichte des 1. Garde-Regiments zu Fuß und dessen Stammtruppen
Bildtafeln entnommen der Chronik des Ersten Garde-Regiments zu Fuß und dessen Stamm-Truppen 1675 - 1900, Berlin 1902.
Das 1. Garde-Regiment zu Fuß und seine Stammtruppen
Nach dem Untergang der altpreußischen Armee im Jahre 1806/07 wurde die preußische Armee neu formiert.
In diesem Zuge wurde auch das 1. Garde-Regiment zu Fuß aufgestellt.
Als Stiftungstag galt aus Traditionsgründen der 11.08.1688.
Die Einheit wurde am 24.01.1807 in Memel aus einer Abteilung (1. Offizier, 27 Mann) der Stabswache der alten Garde und aus Offizieren und Mannschaften der Stammregimenter (No. 15 I, II und III Btl. und No. 6) gebildet.
Garnison war ab 1810 (bis zum 01.10.1919 = Auflösung) Potsdam.
Das Regiment zählte zu den vornehmsten Einheiten der preußischen Armee.
Zu den Stammtruppenteilen gehörte u. A. die Grenadier-Garde (No. 6), das frühere Königs-Regiment.
Es war 1675 aus dem märkischen Landesaufgebot für den Kurprinzen formiert worden. Es blieb das Regiment des Thronfolgers und wurde 1713 schließlich das Regiment des Soldatenkönigs mit drei Bataillonen und garnisonierte in Potsdam.
Das Regiment ergänzte sich aus Abgaben der übrigen Feld-Regimentern der Armee und aus dem sogenannten Korps der Unrangierten.
Es galt - neben No. 3 - als die Schule der Armee.
Im Jahre 1740 wurde die Einheit als Grenadier-Garde auf ein Bataillon reduziert.
Der andere Stammtruppenteil war das 1. Bataillon Leibgarde und das Regiment Garde (No. 15 I, II und III).
Diese Einheit war 1688 entstanden und das Regiment Friedrichs des Großen als Kronprinz und als König.
Es stand auch in Potsdam.
Empfohlene Beiträge
Uniformierung & Ausrüstung
Hiltl & Schindler, Preußens Heer, Bilderserie 1875
G. Hiltl & C. F. Schindler, Preußens Heer, erschienen bei H. J. Meidinger, Berlin 1875 (nicht vollständig)
Organisation
Schnackenburg, Die Freikorps Friedrich des Großen. Ein Beitrag zur Preußischen Heeresgeschichte, in: Beiheft zum Militärischen Wochenblatt 1883, 311 ff.
Kriegsgeschichte
Napoleon und Preußen - Betrachtungen über den Untergang der altpreußischen Armee im Jahr 1806
Im Jahre 1806 kommt es zur Konfrontation zwischen dem postfriderizianischen Preußen und dem jungen französischen Kaiserreich. Diese Auseinandersetzung soll für die angesehene Militärmacht Preußen zum bitteren Lehrstück werden. Als sich in dem besagten Jahr die Kriegsgefahr verdichtet und der Konflikt zwischen Frankreich und Preußen abzuzeichnen beginnt, sind Österreich und Russland bereits geschlagen. Nun steht Preußen allein auf dem Schlachtfeld, halbherzig unterstützt von Sachsen. König Friedrich Wilhelm III. hat sich nur schwer für einen Waffengang entscheiden können und bis zuletzt auf eine diplomatische Lösung gehofft. Die preußische Kriegserklärung ist auch auf das Drängen der erstarkten Kriegspartei im Lande zurückzuführen, der sowohl ranghohe Militärs als auch Politiker, sowie bedeutsame gesellschaftliche Personen und auch Angehörige der königlichen Familie angehören.