Barecke, Die Schlacht von Liegnitz am 15. August 1760.
Vortrag, gehalten in der Militärischen Gesellschaft zu Berlin am 23. Januar 1906, in: Beiheft z. Militärischen Wochenblatt, S. 1 87 ff.
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Organisation
Die preußische Armee unter Friedrich Wilhelm I. (1713 - 40) - 1. Kapitel - Der preußische Staat im Jahre 1713
In der Mittagsstunde des 25.02.1713 starb im Berliner Schloss Friedrich I., seit dem Jahre 1701 König in Preußen. Bereits am 24.02.1713 hatte der sterbende König den Thronfolger, seinen Sohn, Friedrich Wilhelm nebst Frau und dem am 24.01.1712 geborenen Prinz Friedrich zu sich gebeten, um diese zu segnen. Mit Friedrich I. starb ein Monarch, dessen Gestalt zwischen den drei beherrschenden Persönlichkeiten der brandenburgisch-preußischen Geschichte - dem Großen Kürfürsten, dem Soldatenkönig und Friedrich dem Großen - leicht in den Hintergrund tritt. Verheiratet mit der geistig bedeutenden Sophie Charlotte (1668-1705) war er jedoch nicht nur den schönen Künsten zugetan, sondern hatte während seiner Regierung mit Geschick und großer Energie die Erhebung zum König verfolgt. Da der habsburgische Kaiser der brandenburgischen Waffenhilfe im drohenden Kampf mit Frankreich dringend bedurfte, gab er schließlich dem steten Drängen nach. Die Selbstkrönung Friedrichs I. fand am 18.01.1701 in Königsberg statt. Die Königswürde basierte auf dem außerhalb des Reichsverbandes stehenden Ostpreußen und mit ihr begann für die verstreuten Besitzungen des Hauses Hohenzollern das langsame Zusammenwachsen zu einer staatlichen Einheit, nunmehr hatten die in Tradition, Wirtschaftsstruktur und Interessenlage unterschiedlichen Streubesitzungen einen übergeordneten - ideellen - Bezugspunkt. Hierdurch stieg der Einfluss der Zentralregierung in Berlin. Die Königskrone war insofern symbolisch, da sich in ihr innenpolitisch auch der absolutistische Herrschaftsanspruch manifestierte. Die Rangerhöhung war ferner auch deshalb vonnöten, um nicht innerhalb des Heiligen Römischen Reich deutscher Nation an politischem Gewicht zu verlieren. Bereits im Jahre 1697 war der Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (1694-1733) König von Polen geworden. Aus den verwandschaftlichen Beziehungen des Kurfürsten Georg von Hannover (1698-1727) - seine Mutter Sophia war die Urenkelin von König Jakob I. bzw. Jakob VI. - resultierte daneben die Anwartschaft der Wettiner auf die englische Königskrone. Nachdem der letzte Monarch aus dem Hause Stuart kinderlos verstarb, realisierte sich diese Anwartschaft im Jahre 1714. Hier konnte Preußen nicht zurückbleiben. Durch die Königskrönung übernahm es zudem in der Nachfolge Kursachsens die Rolle als protestantische Schutzmacht im Norden Deutschlands, da der sächsische Kurfürst mit Blick auf die polnische Königskrone zuvor zum katholischen Glauben übergetreten war. Im noch stark religiös geprägten 18. Jahrhundert war dies ein nicht zu unterschätzender Gesichtspunkt, der noch im Siebenjährigen Krieg Wirkung zeigte. Insoweit war die Königswürde mehr als die bloße Befriedigung persönlicher Eitelkeit.
Kriegsgeschichte
Dietrich Goslich, Die Schlacht bei Kolin 18.06.1757.
Inaugural-Dissertation, Berlin 1911. Es fehlen leider in der Vorlage die Seiten 46 - 49. Für eine Vervollständigung wäre ich dankbar.
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