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17 Beiträge gefunden

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E. Schnackenburg, Grenadiere zu Pferde. Eine heeresgeschichtliche Studie. In: Jahrbuch für Armee und Marine, Bd. 107, S. 133 ff.

Das Dragoner-Regiment D III. führte seit dem 22.08.1714 die ehrenvolle Bezeichnung "Grenadiere zu Pferde. Um diese Auszeichnung auch äußerlich zu dokumentieren, war die Formation mit besonderen Kopfbedeckungen ausgestattet. Neben den üblichen Hüten für den kleinen und mittleren Dienst trug das Regiment fortan eine Art Füsiliermütze (auch dargestellt in der Dessauer Spezifikation von 1729), später scheint es die von No. 6 abgelegte Garnitur von Grenadiermützen getragen zu haben (dargestellt in der Dessauer Spezifikation von 1737). Aufgrund eines bösen Versagens einer Schwadron des Regimentes am 27.02.1741 bei Baumgarten verlor es aber diese besondere Kopfbedeckung und musste sie an das Infanterie-Regiment No. 42 abgeben“.

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Die preußische Armee unter Friedrich Wilhelm I. (1713 - 40) - 1. Kapitel - Der preußische Staat im Jahre 1713

In der Mittagsstunde des 25.02.1713 starb im Berliner Schloss Friedrich I., seit dem Jahre 1701 König in Preußen. Bereits am 24.02.1713 hatte der sterbende König den Thronfolger, seinen Sohn, Friedrich Wilhelm nebst Frau und dem am 24.01.1712 geborenen Prinz Friedrich zu sich gebeten, um diese zu segnen. Mit Friedrich I. starb ein Monarch, dessen Gestalt zwischen den drei beherrschenden Persönlichkeiten der brandenburgisch-preußischen Geschichte - dem Großen Kürfürsten, dem Soldatenkönig und Friedrich dem Großen - leicht in den Hintergrund tritt. Verheiratet mit der geistig bedeutenden Sophie Charlotte (1668-1705) war er jedoch nicht nur den schönen Künsten zugetan, sondern hatte während seiner Regierung mit Geschick und großer Energie die Erhebung zum König verfolgt. Da der habsburgische Kaiser der brandenburgischen Waffenhilfe im drohenden Kampf mit Frankreich dringend bedurfte, gab er schließlich dem steten Drängen nach. Die Selbstkrönung Friedrichs I. fand am 18.01.1701 in Königsberg statt. Die Königswürde basierte auf dem außerhalb des Reichsverbandes stehenden Ostpreußen und mit ihr begann für die verstreuten Besitzungen des Hauses Hohenzollern das langsame Zusammenwachsen zu einer staatlichen Einheit, nunmehr hatten die in Tradition, Wirtschaftsstruktur und Interessenlage unterschiedlichen Streubesitzungen einen übergeordneten - ideellen - Bezugspunkt. Hierdurch stieg der Einfluss der Zentralregierung in Berlin. Die Königskrone war insofern symbolisch, da sich in ihr innenpolitisch auch der absolutistische Herrschaftsanspruch manifestierte. Die Rangerhöhung war ferner auch deshalb vonnöten, um nicht innerhalb des Heiligen Römischen Reich deutscher Nation an politischem Gewicht zu verlieren. Bereits im Jahre 1697 war der Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (1694-1733) König von Polen geworden. Aus den verwandschaftlichen Beziehungen des Kurfürsten Georg von Hannover (1698-1727) - seine Mutter Sophia war die Urenkelin von König Jakob I. bzw. Jakob VI. - resultierte daneben die Anwartschaft der Wettiner auf die englische Königskrone. Nachdem der letzte Monarch aus dem Hause Stuart kinderlos verstarb, realisierte sich diese Anwartschaft im Jahre 1714. Hier konnte Preußen nicht zurückbleiben. Durch die Königskrönung übernahm es zudem in der Nachfolge Kursachsens die Rolle als protestantische Schutzmacht im Norden Deutschlands, da der sächsische Kurfürst mit Blick auf die polnische Königskrone zuvor zum katholischen Glauben übergetreten war. Im noch stark religiös geprägten 18. Jahrhundert war dies ein nicht zu unterschätzender Gesichtspunkt, der noch im Siebenjährigen Krieg Wirkung zeigte. Insoweit war die Königswürde mehr als die bloße Befriedigung persönlicher Eitelkeit.

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Die preußische Armee unter Friedrich Wilhelm I. (1713 - 40) - Vorwort und Inhaltsverzeichnis

Das Gesetz Nr. 46 im Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland vom 31.03.1947 bestimmte die Auflösung des Staates Preußen. Damit hatte Preußen offiziell ein Ende gefunden, umstritten ist jedoch, ob der preußische Staat sich nicht bereits im Deutschen Reich verloren hatte und deshalb das Diktat der Siegermächte nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch der politischen Kosmetik diente. Die Klärung der Frage, ob nun im Jahre 1871 oder 1947 die kurze und an Licht und Schatten reiche preußische Geschichte ihr Ende fand, ist letztlich müßig, eine historische Tatsache ist, dass Preußen heute nicht mehr existiert. Damit teilt der erst spät in die europäische Geschichte eingetretene preußische Staat das Schicksal vieler untergegangener Staatswesen, bemerkenswert ist jedoch, dass - obwohl der preußische Staat nicht mehr existiert - also der Vergangenheit angehört, er noch heute die Gemüter erregt und nach wie vor das umstrittene Objekt des Interesses ist. Die Hinwendung zu diesem Kapitel der deutschen Geschichte wurde durch die große Preußen-Ausstellung im Jahre 1981 und dem 200. Todestag Friedrich des Großen verstärkt und aktualisiert. Auch in der ehemaligen DDR wurde noch vor der Wiedervereinigung die preußische Tradition wiederentdeckt und politisch instrumentalisiert. Die Aufmerksamkeit, mit der man Preußen immer noch bedenkt, wird in vielerlei Form offenkundig. Neben der Eröffnung verschiedener - insbesonderer lokal ausgerichteter - Museen, überschwemmt unvermindert eine wahre Flut von Druckerzeugnissen zu diesem Thema den Buchmarkt. Auffällig ist hierbei, dass sowohl im zivilen als auch im militärischen Sektor stets der Vater, Friedrich Wilhelm I., im Schatten seines genialen Sohnes steht. Während die Zahl der Biographien über Friedrich den Großen beinahe unübersehbar geworden ist, fehlte es lange an einer umfassenden - wissenschaftlichen - Lebensbeschreibung Friedrich Wilhelms I. aus dem Blickwinkel neuerer Geschichtsauffassung 1).