Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Kürassiere - Der Überrock und der Mantel der Offiziere
In Bearbeitung.
Zur Uniformierung der preußischen Kürassiere gehörten auch der Überrock, der Mantel und die Litewka.
In der Bekleidungs-Vorschrift für Offiziere und Sanitätsoffiziere des Königlich Preußischen Heeres (Berlin 1896) wird der Überrock generell wie folgt beschrieben (S. 73):
Text
Der Überrock der Offiziere der Kürassiere war dunkelblau. Dieser hatte Kragen, Brustklappenfutter und Schoßtaschenvorstöße in der jeweiligen Regimentsfarbe.
Hier gab es aber einige Abweichungen (vgl. Pietsch, Formations- und Uniformierungsgeschichte des preußischen Heeres 1808-1914, Band 2. Kavallerie .... Hamburg 1966, S. 55).
Der Überrock hatte seit jeher links im Schoß eine Tasche mit Klappe für den Stichdegen.
In der Bekleidungs-Vorschrift für Offiziere und Sanitätsoffiziere des Königlich Preußischen Heeres (Berlin 1896) wird der Überrock generell wie folgt beschrieben (S. 58):
"Beschaffenheit.
Langer Schoßrock mit zwei parallel laufenden Knopfreihen, je eine auf den gleichmäßig geschnittenen Bruststücken, die letzteren mit Brustklappen, beide aus einem Stück geschnitten; die Knopflöcher beginnen 2 cm vom äußeren Rande; daraus und aus dem Sitz der Vorderknöpfe, ergiebt sich die Breite der Brustklappen.
Seitenteile und zweitheiliges Rückenstück.
Grundstoff:
Tuch oder Doeskin, Düffel, Eskimo und zwar:
....
für Kürassiere, Ulanen, Feldartillerie, Train dunkelblau;
für Dragoner: kornblumenblau.
Schöße hinten getheilt, Schoßtaschenleisten keilförmig, unten breiter als oben, mit Vorstoß, welcher im Allgemeinen mit der Farbe des Kragens übereinstimmt.
Knöpfe flach; vergoldet oder versilbert, wie beim Waffenrock:
Schulterknöpfe (Schraubknöpfe gestattet), mit der Öse je 2,5 cm von der Kragennaht entfernt, vorn je sechs, die beiden obersten senkrecht unterhalb der Schulterknöpfe, die beiden untersten auf der Taillennaht, die vier anderen in gleichen Abständen dazwischen;
auf den Taschenleisten die beiden obersten Knöpfe auf den Kreuzungspunkten der Taillennaht mit den Rückennähten, die untersten mit dem Rande je 1,5 cm oberhalb des Taschenleisten-Vorstoßes.
Farbiger , vorn abgerundeter Stehkragen von Farbe, Stoff und mit Vorstoß des Waffenrock und Kragens, durchweg ohne Stickerei und durch zwei oder drei Haken nebst Ösen aus Metall verschließbar.
Ärmelaufschläge oben mit Vorstoß, welcher in Farbe und Stoff mit den Vorstößen des Waffenrocks (Ulanka) übereinstimmt; dieselben sind derart an den Ärmel zu setzen, dass die rechte Tuchseite nach außen liegt und die untere Naht durch das Ärmelfutter verdeckt ist.
Brustklappenfutter im Allgemeinen von der Farbe und dem Stoff des Waffenrocks- Kragens.
Auf den Schultern 0,4 cm von der Ärmelnaht, eine Öse zum Durchstecken der Zunge des Achselstücks von Grundstoff. Epaulettenhalter (bei Offizieren des aktiven Diemststandes) nur für Ulanen.
Schoßfutter schwarz; Ärmelfutter hell.
Abweichungen:
...
Kürassiere: Links Schlitz zum Durchstecken des Degens wie am Waffenrock.
Garde-Kürassiere: Brustklappenfutter ponceau-roth.
Sitz und Abmessungen:
Schoßlänge: der untere Rand soll bis 10 cm oberhalb des Kniegelenks reichen.
Es ist freigestellt, den Überrock nach rechts oder links überzuknöpfen.
Höhe der Ärmelaufschläge einschließlich Vorstoß: 16 bis 19 cm;
Länge der Schoßtaschenleisten: 24 cm, untere Breite einschließlich Vorstoß: 4 cm.
Sonst wie beim Waffenrock".
Text
Der Mantel und der Paletot hatten links eine Tasche für die Aufnahme des Stichdegens. Seit dem 15.05.1899 war zu diesem Zweck ein senkrechter Schlitz vorgeschrieben.
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