Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Ulanen-Regimenter - Die sächsischen Ulanen-Regimenter Nr. 17, 18 und 21.
Zur sächsischen Armee innerhalb des Reichsheeres gehörten alle Waffengattungen. Sie bildete das XII. (Dresden) und XIX (Leipzig) Armeekorps. Die Uniformierung und Bewaffnung der sächsischen Truppen entsprach grundsätzlich der preusschen Armee. An Kavallerie umfasste die sächsische Armee zwei schwere Reiter-Regimenter, drei Husaren- und drei Ulanen-Regimenter.
Bestand.
Es gab drei sächsischen Ulanen-Regimenter:
Ulanen-Regiment Nr. 17 "Kaiser-Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn"
Ulanen-Regiment Nr. 18
Ulanen-Regiment Nr. 21 "Kaiser Wilhelm II., König von Preussen".
Organisationsgeschichte. 1. sächsisches Ulanen-Regiment Nr. 17 "Kaiser-Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn.
Bei Aufnahme des sächsischen Heeres in das Deutsche Reichsheer wurden auch neue Formationen gebildet, z. B. am 0104.1867 das 1. sächsische Ulanen-Regiment Nr. 17 "Kaiser-Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn" Nr. 17.
Die Garnison der Einheit war Oschatz.
Chef der Einheit war (ab dem 21.11.1891) S. M Kaiser Franz Joseph v. Österreich, König von Ungarn.
Am 15.12.1916 wurde dessen Nachfolger (Karl) Inhaber der Formation.
Sie gehörte zur 23. Kavallerie-Brigade (Dresden, unter Oberst v. d. Decken) und diese wiederum zur 23. Division (Dresden, unter General-Lieutenant Fr. v. Lindemann).
Das entsprechende Armeekorps war das XII. (Dresden, unter dem kommandierenden General General der Infanterie d`Elsa.
Der erste Regiments-Kommandeur war Oberst-Lieutenant v. Miltitz.
Organisationsgeschichte. 2. sächsisches Ulanen-Regiment Nr. 18 (Leipzig-Gohlis).
Das 2. sächsische Ulanen-Regiment Nr. 18 entstand am 01.04.1867, und zwar aus Abgaben des 2. und 3. Reiter-Regiments.
Die Garnison der Einheit war Leipzig-Gohlis (bis 1897 Rochlitz und Roßwein).
Sie gehörte zur 24. Kavallerie-Brigade (Leipzig, unter General-Major Graf v. d. Schulenburg-Hehlen).
Diese wiederum gehörte zur 24. Diviision (Leipzig, unter General-Lieutenant Krug v. Nidda).
Das entsprechende Armeekorps war das XIX. (Leipzig, unter dem kommandierenden General General der Artillerie Graf v. Kirchbach.
Am 05.10.1908 wurde König Alfons XIII. von Spanien Chef des Regiments.
Der erste Regiments-Kommandeur war Oberst v. Ludwiger, ab 27.03.1872 Oberts v. Trosky.
Organisationsgeschichte. 3. sächsisches Ulanen-Regiment Nr. 21 "Kaiser Wilhelm II., König von Preussen".
Das 3. sächsische Ulanen-Regiment Nr. 21 "Kaiser Wilhelm II., König von Preussen wurde im Jahr 1903 errichtet worden. Der eigentliche Stftungstag war der 01.04.1905.
Vorläufer der Einheit waren zwei Eskadrons Jäger zu Pferde. Diese ware ursprünglich den sächsischen Karabinier-Regiment angegliedert.
Chef der Einheit war ab 1905 Kaiser Wilhelm II., König von Preussen.
Das 3. sächsische Ulanen-Regiment Nr. 21 "Kaiser Wilhelm II., König von Preussen war Teil der 40. Kavallerie-Brigade (Chemnitz, unter Oberst Frhr. v. Luttitz.
Diese wiederum gehörte zur 40. Division (Chemnitz, unter General der Kavallerie v. Laffert).
Das entsprechende Armeekorps war das XIX. (Leipzig, unter dem kommandierenden General General der Artillerie Graf v. Kirchbach.
Garnisonen.
Die 3 sächsischen Ulanen-Regimenter garnisonierten in Oschatz (Nr. 17), Leipzig-Gohlis (Nr. 18) und Chemnitz (Nr. 21).
Allgemeine Anmerkungen zur Uniformierung und Ausrüstung der sächsischen Ulanen. Die Ulanka.
Die Grundfarbe der Ulanka bzw. Hose war kornblumenblau.
Die Regimenter unterschieden sich vor allem durch verschiedenfarbige Abzeichen:
Nr. 17 weiß,
Nr. 18 ponceaurot
und
Nr. 21 zitronengelb.
Der eckige Kragen, die polnischen Ärmelaufschläge und die Paraderabatte der Ulanka waren aber einheitlich purpurrot, die jeweiligen Vorstöße weiß.
Die Achselschuppenhalter waren kornblumenblau.
Die metallenen Achselschuppen hatten ein kornblumenblaues Unterfutter.
Die Leibbinde war kornblumenblau mit purpurroten Besatzstreifen.
Am Kragen und auf den polnischen Ärmelaufschlägen wurden weißleinene Litzen getragen.
Allgemeine Anmerkungen zur Uniformierung und Ausrüstung der sächsischen Ulanen. Die Tschapka.
Die schwarz-lederne Tschakpa zeigte den üblichen sächsischen Zierrat und hatte gewölbte (gelbe) Schuppenketten.
Der Zierrat der Tschapka auf dem Kopfstück bestand aus einem Stern aus Messing mit einem aufgelegten silbernem bzw neusilbernem Königlich Sächsischen Wappen.
Die Fangschnüre waren weiß, für Unteroffiziere und Trompeter grün-weiß und für die Offiziere silbern.
Allgemeine Anmerkungen zur Uniformierung und Ausrüstung der sächsischen Ulanen. Fußbekleidung und Säbelkoppel.
Im Übrigen trugen die sächsischen Ulanen geschwärzte Kavalleriestiefel. Diese hatten Anschlagsporen.
Als Bewaffnung diente der Kavallerie-Degen (KS 92).
Dieser hatte ein klappbares, vernickeltes Gefäß mit sächsischem Wappen, schwarzem Kunststoffgriff und erst später schwarz lackierter Stahlscheide mit einem starren Tragering.
Die Mannschaften hatten Lanzen (zunächst aus Eschenholz) mit grün-weißen Flaggen und Karabiner.
Die Unteroffiziere und Trompeter hatten Revolver.
Das Säbelkoppel der Offiziere war von Silbertrese und purpurrot gefüttert.
Uniformierung des 1. sächsischen Ulanen-Regiments Nr. 17 "Kaiser-Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn".
Die Uniform des 1. sächsischen Ulanen-Regiments Nr. 17 "Kaiser-Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn" bestand aus der für die sächsischen Ulanen typischen konblumenblauen Ulanka. Diese hatte polnische Aufschläge. Auf dem Kragen und auf den Aufschlägen befanden sich weiße Litzen.
Kragen, Aufschläge und die Paraderabatte war purpurrot (mit weißem Vorstoß).
Zur Parade wurde der Tschapka eine weiße Rabatte und ein weißer Haarbusch getragen. Das Feldzeichen war weiß-grün.
Die Passanten waren kornblumenblau.
Die Beschläge (an der Tschapka), die Achselschuppen (mit österreichischer Krone) und die Knöfpe waren gelb bzw. golden.
Die Achselstücke zeigten den Namenszug JR.
Die Mütze hatte einen kornblumenblauen Besatz und entsprechende Vorstöße.
Die Reithose und die lange Hose hatten seitlich purpurrote Streifen.
Zur Uniformierung des 2. sächsischen Ulanen-Regiments Nr. 18.
Das 2. sächsische Ulanen-Regiments Nr. 18 trug eine kornblumenblaue Ulanka mit polnischen Aufschlägen.
Auf den spitzen Ärmelaufschlägen, auf dem Kragen befanden sich gelbe Litzen.
Kragen, Aufschläge, Paraderabatte und die Rabatte an der Tschapka waren purpurrot.
Die Passanten waren kornblumenblau.
Achselschuppen und Knöpfe waren gelb.
Die weiße Mütze hatte einen purpurroten Besatz und entsprechende Vorstöße.
Zur Parade wurde - an der Tschapka - ein weißer Haarbusch angelegt. Das Feldzeichen war weiß-grün.
Die Reithose und die lange Tuchhose waren kornblumenblau und hatten seitlich purpurrote Streifen.
Das 3. sächsische Ulanen-Regiment Nr. 21 "Kaiser Wilhelm II., König von Preussen".
Auch das 3. sächsische Ulanen-Regiment Nr. 21 trug eine kornblumenblaue Ulanka mit polnischen Aufschlägen.
Auf dem Kragen und den Ärmelaufschlägen befanden sich weiße Litzen.
Kragen, Aufschläge, Paraderabatte für die Ulanka waren purpurrot. Die Paraderabatte für die Tschpka war kornblumenblau, ebenso wie Passanten.
Die Beschläge an der Tschapka, die Achselschuppen mit Kaiserkrone und die Knöpfe war neu-silbern.
Die weiße Mütze hatten einen kornblumenblauen Besatz und entsprechende Vorstöße.
Der Haarbusch an der Tschapka für die Parade war weiß.
Die Reithose und die lange Tuchhose (beide kornblumenblau) hatten seitlich purpirrote Streifen.
Auf den Achselstücken befand sich der Namenszug W mit Kaiserkrone.
Allgemeine Anmerkungen zur Uniformierung und Ausrüstung der sächsischen Ulanen. Der Mantel.
Der Mantel bestand aus grauem Tuch, hatte purpurrote Kragenpatten und kornblumenblauen Schulterklappen. Letztere hatten weiße Vorstöße.
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