Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Ulanen-Regimenter - die bayerischen Ulanen

Bayerische Ulanen in Paradeuniform. Zeitgenösssische Fotokarte. Um 1910.

Bayern stellte in der Alten Armee zwei Ulanen-Regimenter, die eine eigene Nummerierung hatten und in Bamberg (Nr. 1) und Ansbach (Nr. 2) garnisonierten.

Es handelte sich dabei um:

  1. Ulanen-Regiment Kaiser Wilhelm II., König von Preussen (Bamberg) - Stiftungstag: 21.12.1863.

  2. Ulanen-Regiment König (Ansbach) - Stiftungstag: 21.12.1863.

Die Regimenter wurden aus ehemaligen Eskadrons verschiedener Chevaulegers-Regimenter errichtet.

Offizier der bayerischen Ulanen in feldgrauer Montur. Originales grösseres Foto. U 1915.

Sie verbrachten den 1. Weltkrieg gemeinsam zunächst an der Westfront (Marneschlacht, Flandern), dann ab April 1915 im Osten. Im Februar 1919 kehrten sie in ihre Heimatstandorte zurück  

Bayerische Ulanen in Paradeuniform. Zeitgenössische Fotokarte. Um 1914.

Die bayerischen Ulanen trugen stahlgrüne Mützen, Ulankas und Hosen.

Karmesinrot waren

der Besatzstreifen an der Mütze,

sowie der Kragen,

die spitzen Ärmelaufschläge und

die Paraderabatte an der Ulanka und

der Besatzstreifen an der Hose.

Auch die Paraderabatte der Kopfbedeckung (Tschapka) war karmesinrot.

Ulan aus dem 1. Ulanen-Regiment Kaiser Wilhelm II., König von Preußen (Bamberg). Zeitgenössische Fotokarte.

Als Kopfbedeckung diente die schwarz-lederne Tschapka mit einem karmoisin-roten Bezug (M 1873, vorher gab es noch das M 1864).

Der Bezug (Kouvert) war fest vernäht, konnte also anders als die Paraderabatte, nicht abgenommen werden.

Der Vorderschirm war bei den Offizieren silbern eingefasst. Auch der angenähte Hinterschirm.

Bei den Mannschaften war nur der Vorderschirm mit einer Metallschiene eingefasst.

Die Schuppenketten waren neusilbern bzw. versilbert und wurden durch Löwen-Agraffen gehalten.

Die Fangschnüre waren bei den Offizieren silbern und blau durchwirkt. Bei den Mannschaften waren diese weiß.

Die Fangschnüre wurden an der Tschapka - an der rechten Ecke des Deckels) durch ein silbernes bzw. neusilbernes Löwenkopf-Häkchen gehalten.

Vorn befand sich der Königliche Namenszug mit Krone.

Der Paradebusch bestand aus weißen Roßhaaren und hatte eine blau-weiße Metallkokarde. Zum Paradebusch wurde deshalb das eigentliche Feldzeichen nicht getragen.

Bayerischer Ulan. Gut zu sehen sind die Fangschnüre. Originales mittelgroßes Foto.

1886 wurde das das hier gezeigte preußische Tschapka-Modell eingeführt. Diese zeigten nun vorn das bekannte Löwenwappen.

Ulan in Paradeuniform aus dem 2. bayerischen Ulanen-Regiment König (Ansbach). Originale KAB.

Die beiden Regimenter unterschieden sich vor allem durch die Knopffarbe: Nr. 1 weiß und Nr. 2 gelb.

Bayerischer Ulan. Originale cdv.

In der jeweiligen Knopffarbe waren dann auch die Tressen sowie Beschlag, Zierrat und Schuppenketten der Tschapka und die Halbmonde der Epauletten ausgeführt.

Bayerische Ulanen vor Kaserne. Originale Fotokarte. Vor 1914.
Bayerische Ulanen vor Kaserne. Originale Fotokarte. Vor 1914.
Bayerische Ulanen vor Kaserne. Originale Fotokarte. Vor 1914.
Bayerische Ulanen vor Kaserne. Originale Fotokarte. Vor 1914.
Bayerische Ulanen vor Kaserne. Originale Fotokarte. Vor 1914.

Die bayerischen Ulanen-Regimenter führten nach Haber (Die Cavallerie des Deutschen Reiches. Derselben Entstehung, Entwicklung und Geschichte, ..., 1877, Nachdruck Krefeld 1977, S. 333 ff. ) keine Standarten.

Bayerische Ulanen in Zigarettenbildern.

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