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Vestes Bellica Archiv für Heereskunde

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Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Artillerie - Feldartillerie - Preußen - Der Mantel

Einjähriger-Freiwilliger (Gefreiter) aus dem Kurmärkischen Feldartillerie-Regiment Nr. 39 (Perlenberg) im Mantel mit Helm. Originale Studioaufnahme.
Einjähriger-Freiwilliger (Gefreiter) aus dem Kurmärkischen Feldartillerie-Regiment Nr. 39 (Perlenberg) im Mantel mit Helm. Originale Studioaufnahme.

Der Mantel der preußischen Feldartillerie war aus grauem Tuch und hatte Schulterklappen wie am Waffenrock.

Die Kragenpatten waren schwarz.

Auf den Kragenpatten wurden bei einigen Einheiten Litzen mit Kapellen getragen, z. B. bei den Gardeeinheiten.

Angehöriger der Garde-Feldartillerie in Paradeuniform mit Mantel (3. Garde-Feldartillerie-Regiment/Berlin/ Beeskow). Originale Studioaufnahme vor 1914.
Angehöriger der Garde-Feldartillerie in Paradeuniform mit Mantel (3. Garde-Feldartillerie-Regiment/Berlin/ Beeskow). Originale Studioaufnahme vor 1914.
Unteroffiziere und Kanoniere aus dem Hinterpommerschen Feldartillerie-Regiment Nr. 53 (Bromberg/ Hohensalza) bei einer Felddienstübung bzw. bei einem Manöver vor Unterkunft (Wellbleckbaracke). Originale Fotokarte vor 1914. Teilweise werden die zusammengerollten Mäntel en bandoulière getragen.
Unteroffiziere und Kanoniere aus dem Hinterpommerschen Feldartillerie-Regiment Nr. 53 (Bromberg/ Hohensalza) bei einer Felddienstübung bzw. bei einem Manöver vor Unterkunft (Wellbleckbaracke). Originale Fotokarte vor 1914. Teilweise werden die zusammengerollten Mäntel en bandoulière getragen.
Angehörige des 4. Württembergischen Feldartillerie-Regiment Nr. 65 (Ludwigsburg) im Mantel. Originale Fotokarte vor 1914.
Angehörige des 4. Württembergischen Feldartillerie-Regiment Nr. 65 (Ludwigsburg) im Mantel. Originale Fotokarte vor 1914.

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Heeressoziologie

Die Stellung des Militärs in der Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs

Das Militär hatte im Kaiserreich eine herausragende gesellschaftliche Stellung inne, dessen Angelegenheiten sich weitgehend der politischen Kontrolle entzogen. Der deutsche Kaiser war oberster Kriegsherr des deutschen Heeres und Wilhelm II. (1859-1941) hatte diese Rolle im besonderen Maße verinnerlicht. Der durchaus gesellschaftskritische Schriftsteller Theodor Fontane hat sich einmal (1897) über diesen Monarchen hellsichtig wie folgt geäußert: „Er hat ein Million Soldaten und will auch hundert Panzerschiffe haben – er träumt (und ich will ihm diesen Traum hoch anrechnen) von einer Demütigung Englands. Deutschland soll obenan sein, in all und jedem. Das alles – ob es klug und ausführbar ist, lass ich dahingestellt sein – berührt mich sympathisch und ich wollte ihm auf seinem Turmseilwege willig folgen, wenn ich sähe, dass er … die richtige Balancierstange in Händen hätte. Das hat er aber nicht. Er will, wenn nicht das Unmögliche, so doch Höchstgefährliche, mit falscher Ausrüstung, mit unzureichenden Mitteln. Er glaubt das Neue mit ganz Altem besorgen zu können, er will Modernes aufrichten mit Rumpelkammerwaffen. Er sorgt für neuen Most und weil er den alten Schläuchen nicht mehr trat, umwickelt er eben diese alten Schläuche mit immer dickerem Bindfaden und denkt: nun wird es halten. Es wird aber nicht halten … Was der Kaiser mutmaßlich vorhat, ist mit „Waffen“ überhaupt nicht zu leisten; alle militärischen Anstrengungen kommen mir vor, als ob man anno 1400 alle Kraft darauf gerichtet hätte, die Ritterrüstung kugelsicher zu machen – statt dessen kam man aber schließlich auf den einzig richtigen Ausweg, die Rüstung ganz fortzuwerfen“1.