Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Ulanen-Regimenter - Königs-Ulanen-Regiment (1. Hannov.) Nr. 13.
Als Stiftungstag der Einheit gilt der 19.12.1813 in der Tradition des Kgl. Hannoverschen Rgts. Garde du Corps.
Errichtet wurde das Regiment am 31.10.1866 (27.09.1866 nach Haber) in Potsdam aus der 5. Eskadron des Rgt.s Garde du Corps, der 5. Eskadron des 1. Garde-Ulanen-Rgt.s, der 5. Eskadron des 2. Garde-Ulanen-Rgt.s und der 5. Eskadron des 3. Garde-Ulanen-Rgt.s.
In der Zeit von 1866 - 67 hieß das Regiment: Ulanen-Regiment Nr. 13.
Die Standarte wurde dem Regiment am 24.06.1867 verliehen.
Ab 1867 (bis 1889) hieß die Formation dann: 1. Hannoversches Ulanen-Regiment Nr. 13.
Am 13.09.1889 ernannte sich Kaiser Wilhelm II. selbst als König von Preußen zum Regimentschef und verlieh der Einheit seinen endgültigen Namen Königs-Ulanen-Regiment (1. Hannoversches) Nr. 13.
Das Regiment garnisonierte in Hannover (bis 1869 auch Burgdorf).
Die Rekruten der Formation kamen aus den Landdrostei-Bezirken: Hannover, Hildesheim, Aurich, Lüneburg und seit 1872 Elaß-Lothringen.
Das Regiment wurde nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg am 01.10.1919 aufgelöst.
Die Remonten erhielt das Regiment aus den Depots Ferdinandhof und Treptow.
Die Einheit hatte eine weiße Abzeichenfarbe, also Kragen, Aufschläge, Vorstöße und Knöpfe an der Ulanka waren weiß.
Die Schulterklappen führten auf dem weißen Tuch den verschlungenen Namenszug WR II mit Krone.
Das Königs-Ulanen-Regiment (1. Hannov.) Nr. 13 (Hannover) führte ab dem 24.01.1899 das Devistenband: PENINSULA WATERLOO GARZIA - HERNANDEZ am Gardeadler.
Vorher zeigte die Tschapka den heraldischen Adler mit FR.
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Organisation
Gliederung und Organisation der Alten Armee - Kavallerie - Kürassier-Regimenter
1914 gab es neben des Regiment der Gardes du Corps (Potsdam) und dem Garde-Kürassier-Regiment (Berlin) 8 Linien-Kürassier-Regimenter zu je 5 Eskadronen.
Uniformierung & Ausrüstung
Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Kürassiere - Der Waffenrock
Zur Uniformierung der Kürassiere gehörte auch ein dunkelblauer Waffenrock.
Heeressoziologie
Die Stellung des Militärs in der Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs
Das Militär hatte im Kaiserreich eine herausragende gesellschaftliche Stellung inne, dessen Angelegenheiten sich weitgehend der politischen Kontrolle entzogen. Der deutsche Kaiser war oberster Kriegsherr des deutschen Heeres und Wilhelm II. (1859-1941) hatte diese Rolle im besonderen Maße verinnerlicht. Der durchaus gesellschaftskritische Schriftsteller Theodor Fontane hat sich einmal (1897) über diesen Monarchen hellsichtig wie folgt geäußert: „Er hat ein Million Soldaten und will auch hundert Panzerschiffe haben – er träumt (und ich will ihm diesen Traum hoch anrechnen) von einer Demütigung Englands. Deutschland soll obenan sein, in all und jedem. Das alles – ob es klug und ausführbar ist, lass ich dahingestellt sein – berührt mich sympathisch und ich wollte ihm auf seinem Turmseilwege willig folgen, wenn ich sähe, dass er … die richtige Balancierstange in Händen hätte. Das hat er aber nicht. Er will, wenn nicht das Unmögliche, so doch Höchstgefährliche, mit falscher Ausrüstung, mit unzureichenden Mitteln. Er glaubt das Neue mit ganz Altem besorgen zu können, er will Modernes aufrichten mit Rumpelkammerwaffen. Er sorgt für neuen Most und weil er den alten Schläuchen nicht mehr trat, umwickelt er eben diese alten Schläuche mit immer dickerem Bindfaden und denkt: nun wird es halten. Es wird aber nicht halten … Was der Kaiser mutmaßlich vorhat, ist mit „Waffen“ überhaupt nicht zu leisten; alle militärischen Anstrengungen kommen mir vor, als ob man anno 1400 alle Kraft darauf gerichtet hätte, die Ritterrüstung kugelsicher zu machen – statt dessen kam man aber schließlich auf den einzig richtigen Ausweg, die Rüstung ganz fortzuwerfen“1.