Gliederung und Organisation sowie Uniformierung der Alten Armee - Kavallerie -Die preußischen Ulanen-Regimenter (Garde Nr. 1 -3, Linie Nr. 1 -16).
Der Beitrag ist den preußischen Ulanen gewidmet. Hierbei handelte es sich um eine von Anfang an mit Lanzen bewaffnete Gattung der Kavallerie. Ihr Ursprung liegt im 18. Jahrhundert, ihre Wurzeln sind polnisch. Ihre Uniformierung bewahrte auch in späterer Zeit Elemente der polnischen Tracht, insbesondere die Ulanka und die Tschapka. Die Ulanen fanden in fast allen Heeren Eingang und galten als leichte Kavallerie.
Vor Ausbruch des 1. Weltkrieges (1914) gab es 23 Ulanen-Regimenter,
darunter 2 bayerische (eigene Nummerierung),
3 sächsische (Nr. 17, 18 und 21) und
2 württembergische (Nr. 19, 20) Formationen.
Ab 1853 trat an die Stelle des Kollets die Ulanka.
Die zweireihige Ulanka hatte einen besonderen - tradionellen -Schnitt und kürzere Schöße als der Waffenrock z. B. der Infanterie.
Der Kragen war abgerundet (bei der Garde eckig).
Die Ärmelaufschläge waren polnische, d. h., spitz zugeschnitten mit einem Knopf.
Die Ulanka hatte vorn auf beiden Seiten Vorstöße, ebenso unten herum, auf den Rücken- und Ärmelnähten und auch an den Taschenleisten.
Nicht nur die Garde-Ulanen-Regimenter hatten auf dem Kragen und den Ärmelaufschlägen Litzen, sondern z. B. auch mecklenburgische, hessische und württembergische Einheiten.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Die Ulanka.
Die Ulanen trugen keine Achselklappen, sondern Epauletten. Dafür befanden sich auf den Schultern der Ulanka entsprechende Halter (= Passanten). Diese hatten verschiedenfarbige Besätze.
Die Epauletten hatten eine rechteckigen - oben abgeschrägten - Schieber sowie ein von einem mettalenen Halbmond umgrenztes Epaulettenfeld.
Der Knopf zeigte die Nummer der entsprechenden Eskadron.
Die Halbmonde waren -wie der Schuppenbesatz - immer gelb, auch wenn das Regiment weiße Knöpfe hatte.
Unter der Epaulette befand sich ein Haken zur zusätzlichen Befestigung derselben an der Ulanka. Auf der Ulanka befanden sich dazu Ösen.
Die Epauletten zeigten - außer bei der Garde - grundsätzlich die Regimentsnummer (mit Krone: Nr. 2). Einige Regimenter hatten aber besondere Namenszüge: Nr. 1, 3, 6, 13, 16.
Das Unterfutter hatte die jeweilige Abzeichenfarbe.
Die Epauletten der Einjährig-Freiwilligen waren in Preußen mit einer schwarz-weiß wollenen Schnur eingefasst.
Die Grundfarbe der preußischen und württembergischen Ulanka war dunkelblau. Die der sächsischen Ulanen hellblau.
Die einzelnen Regimenter unterschieden sich durch die jeweilige Abzeichenfarbe.
Diese war bei der Linie:
Ulanen-Regiment Nr. 1 - ponceau-rot - Knöpfe gelb
Ulanen-Regiment Nr. 2 - ponceau-rot- Knöpfe gelb
Ulanen-Regiment Nr. 3 - ponceau-rot- Knöpfe gelb
Ulanen-Regiment Nr. 4 - ponceau-rot- Knöpfe gelb
Ulanen-Regiment Nr. 5 - ponceau-rot- Knöpfe weiß
Ulanen-Regiment Nr. 6 - ponceau-rot- Knöpfe weiß
Ulanen-Regiment Nr. 7 - ponceau-rot- Knöpfe weiß
Ulanen-Regiment Nr. 8 - ponceau-rot- Knöpfe weiß
Ulanen-Regiment Nr. 9 - weiß- Knöpfe gelb
Ulanen-Regiment Nr. 10 - karmsinrot- Knöpfe gelb
Ulanen-Regiment Nr. 11 - zitronengelb- Knöpfe gelb
Ulanen-Regiment Nr. 12 - hellblau (mit weißen Vorstößen)- Knöpfe grelb
Ulanen-Regiment Nr. 13 - weiß- Knöpfe weiß
Ulanen-Regiment Nr. 14 - karmsinrot- Knöpfe weiß
Ulanen-Regiment Nr. 15 - zitronengelb- Knöpfe weiß
Ulanen-Regiment Nr. 16 - hellblau (mit weißen Vorstößen)- Knöpfe weiß
Die Abzeichenfarbe zeigten der Kragen, die aufgeknöpfte Paraderabatte für Ulanka und für die Tschapka, die Ärmelaufschläge, ferner der Besatz und die Vorstöße bei der Mütze.
Die aufzuknöpfende Paraderabatte an der Ulanka hatte bei einigen Regimentern Vorstöße:
1. Garde-Ulanen-Regiment: ponceau-rot,
Nr. 12 und 16: weiß
und bei den
Nr. 1,3 bis 5, 7 und 8: ponceau-rot.
Auch die Epaulettenfelder waren wie die o. g. Passanten in der Abzeichenfarbe gehalten.
Ferner dienten die Knöpfe als Unterscheidungsmerkmal: weiß oder gelb bzw. silbern oder gold.
Auch die zur Ulanka gehörige Leibbinde, Paßgürtel genannt, war dunkelblau, hatte aber Besätze in der jeweilgen Farbe des Kragens.
Bei den Ulanen-Regimentern Nr. 12 und 16 hatte der Besatzstreifen der Leibbinde weiße Vorstöße.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Die Tschapka.
Die typische Kopfbedeckung der Ulanen war die schwarz lackierte lederne Tschapka, an der eine weiß leinene Fangschnur (Kantschnur) befestigt war.
Diese bestand aus der Glocke und einem rechteckigen Kopfteil.
Schieber, Spiegel und Quasten waren bei den Unteroffiziere weiß und schwarz.
Zur Parade wurde ein weißer - herab hängender - Haarbusch getragen. Bei den Trompetern war dieser rot. Der Haarbusch war etwa 30 cm lang.
Als Gegengewicht wurde die Tschapka schief nach rechts aufgesetzt.
Als Zierrat der Tschapka wurde vorn bei den drei preußischen Garde-Regimenten und beim Ulanen-Regiment Nr. 13 der Garde-Adler getragen. Der Adler des letztgenannten Regiments hatte zusätzlich auch noch Helmbänder: Waterloo - Peninsula - Garzia Hernandez.
Das Ulanen-Regiment Nr. 7 hatte einen (silbernen) Gardeadler ohne Stern (verliehen am 16.06.1913).
Im Übrigen diente als Helmschmuck der verkleinerte typische heraldische Adler mit den Buchstaben FR auf der Brust.
Bei den Ulanen-Regimentern Nr. 1, 2 und 3 hatte dieser ein Brustschild mit dem verschlungenen Namenszug FWR.
Bei dem Ulanen-Regiment Nr. 14 waren die o.g. Helmbänder (UR 13) auf dem heraldischen Adler angebracht. Beide Regimenter (UR 13 und 14) standen in der hannoverschen militärischen Tradition.
Zu Paradezwecke gab es auch die oben erwähnte Tschapkarabatte in der jeweiligen Abzeichenfarbe.
Ferner wurde vorn am Deckel des Kopfteiles der Tschapka das Felzeichen getragen (wie bei den Husaren).
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Die Litewka.
Die Litewka hatte Kragenpatten wie am Mantel. Ebenso entsprechende Achselklappen.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Der Mantel
Der Mantel war von grauem Tuch und hatte Kragenpatten in der Abzeichenfarbe. Die Farbe der Achselklappen war die des Epaulett-Unterfutters.
Wurde ein Mantel getragen, lag die Fangschnur der Tschapka über diesen.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Drillichsachen.
Die Drillichsachen der preußischen Ulanen entsprach denen der preußischen Dragoner.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Reit- und Tuchhosen.
Die Reit- und Tuchhosen waren aus dunkelblau- meliertem Tuch gefertigt.
Die Reithose hatte einen schwarzen Lederbesatz.
Die Tuchhose hatte einen ponceau-roten seitlichen Vorstoß.
Dieser war aber bei den Ulanen-Regimentern 10 und 14 karmesin-rot.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Reitstiefel und Schnürschuhe.
Reitstiefel, Schnürschuhe und auch das Zaumzeug waren wie bei den preußischen Dragonern.
Die geschwärzten Kavalleriestiefel hatten Anschlagsporen.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Koppel , Trageriemen, Kartuschkasten und Faustriemen.
Das weiße (Säbel-)Koppel war zum Unterschnallen. Auch der Trageriemen (Bandelier) war weiß.
Der Kartuschkasten hatte grundsätzlich - außer bei der Garde - keine Deckelverzierung.
Aber das Ulanen-Regiment Nr. 13 hatte die Namenschiffre WR II mit Krone in Messing als Verzierung.
Die Garde-Ulanen-Regimenter hatten den neusilbernen - 1. und 3. GUR - bzw. den goldenen - 2. GUR - 1Gardestern.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Merkmale der Unteroffiziere.
Die Unteroffiziere hatten zwar weißen Haarbusch an der Tschapka, aber am Ende desselben waren schwarze Haare.
Schieber und Fangschnurspiegel waren schwarz durchflochten.
Die Quasten hatten schwarze und weiße Fransen.
Im Übrigen trugen die Unteroffizieren entsprechend ihres Ranges den üblichen Tressenbesatz in gold oder silber. Bei der Linie waren es glatte Tressen.
Degenfähnriche durften den Überrock der Offiziere tragen, aber nur mit den Epauletten der Mannschaften.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Die Trompeter.
Die Trompeter waren wie üblich durch Schwalbennester gekenntzeichnet.
Diese waren bei den Ulanen-Regimentern Nr. 1 - 8 rot.
Bei den anderen Ulanen-Regimentern hatten sie die jeweilige Abzeichenfarbe.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Zur Offiziersuniform.
An der Tschapka wurde bei den Linien-Regimentern grundsätzlich der heraldische Adler in verkleinerter Form getragen, aber eben vergoldet. bzw. versilbert.
Seit der A.K.O. vom 10.05.1860 war auf allen Adlern das Vaterlandsbandeau anzubringen.
Die Offizierstschapka hatte einige - weitere - Besonderheiten.
So war der Haken - rechts - auf dem Deckel der Tschapka silbern (seit 1862).
Die Fangschnur bestand aus silberner Schnur mit schwarzer Seide durchwirkt.
Bei der Ulanka der Offiziere waren die Passanten mit Tresse besetzt.
Bei den Epauletten waren die Monde entweder silbern oder golden je nach der Farbe der Knöpfe.
Dazu hatten die Offiziere den Überrock. Bei den Ulanen-Regimentern Nr. 12 und 16 hatte dieser weiße Vorstöße.
Als Blankwaffe diente der Offiziersäbel wie bei den Dragonern.
Auch das Bandolier war wie bei den Dragonern, aber mit dunkelblauen Unterfutter.
Auch der Kartuschkasten entsprach dem der Dragoner. Die Namenschiffre auf dem Kartuschkasten des Ulanen-Regiments Nr. 13 war golden.
Galahosen waren dunkelblau mit einem Vorstoß und Besatzstreifen in der jeweiligen Kragenfarbe. Bei den Ulanen-Regimentern Nr. 12 und 16 mit weißem Vorstösse.
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Bewaffnung.
Als Blankwaffe diente Kavalleriedegen 89. Vohrer der Kavalleriesäbel M 52.
Es gab auch noch einen besonderen Ulanensäbel, der nur einen einfachen Eisenbügel hatte (Bügelsäbel, sogenannter Chasseursäbel französischen Ursprungs - M 1873).
Zur Uniformierung der preussischen Ulanen. Zaumzeug, Sattel.
Text
Die einzelnen Ulanen-Regimenter der Alten Armee.
Nachfolgend werden nur die preußischen Garde- und Linien-Ulanen-Regimenter kurz vorgestellt .
Für die sächsischen Ulanen-Regimenter,
für die württembergischen Ulanen-Regimenter und
für die gesondert nummerierten bayerischen Ulanen-Regimenter
wird auf die gesonderten Beiträge in diesem Themen-Schwerpunkt verwiesen.
Auch für die die preußischen Garde-Ulanen-Regimenter gibt es noch einen ergänzenden separaten Beitrag.
1. Garde-Ulanen-Regiment (Potsdam).
Das 1. Garde-Ulanen-Regiment hatte als Stiftungstag den 14.04.1819.
Die Einheit entstand am 14.04.1819 in Potsdam und Köpenick aus den bisherigen 4 Garde-Landwehr-Eskadrons. Diese waren die Posensche, die Litthauische, die Thüringsche und die Clevensche.
Der erste Regiments-Kommandeur war Wilhelm v. Trotha, der letzte Regiments-Kommandeur war William Halling.
Die letzte Friedensgarnison war Potsdam.
Der Mannschaftsersatz stammte ab 1820 aus Posen, Königsberg in Preußen, Merseburg, Erfurt, Cleve, Düsseldorf. Später aus der Provinz Btandenburg, Umkreis Potsdam und Berlin.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
2. Garde-Ulanen-Regiment (Berlin).
Das 2. Garde-Ulanen-Regiment hatte als Stiftungstag den 14.04.1819.
Die Einheit entstand am 14.04.1819 und in Potsdam und Köpenick aus den bisherigen 4 Garde-Landwehr-Eskadrons (wie beim 1. Garde-Ulanen-Regiment).
Der erste Regiments-Kommandeur war Wilhelm von Trotha, der letzte Regiments-Kommandeur war Arnold Graf v. Maldeghem.
Die letzte Friedensgarnison war Berlin.
Der Mannschaftsersatz stammte aus der Provinz Brandenburg und Berlin.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
3. Garde-Ulanen-Regiment (Potsdam).
Das 3. Garde-Ulanen-Regiment hatte als Stiftungstag den 07.05.1860.
Die Einheit entstand am 07.05.1860 in Potsdam aus Mannschaften des Regiments der Garde du Corps, des Garde-Kürassier-Regiments und des 1. Garde-Ulanen-Regiments.
Der erste Regiments-Kommandeur war Richard v. Mirus, der letzte Regiments-Kommandeur war Hans v. Tschirschky.
Die letzte Friedensgarnison war Berlin.
Der Mannschaftsersatz stammte aus allen Provinzen, aber vor allem aus der Provinz Brandenburg.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Ulanen-Regiment Kaiser Alexander III. von Rußland (Westpreußisches) Nr. 1 (Militsch).
Das Ulanen-Regiment Kaiser Alexander III. von Rußland (Westpreußisches) Nr. 1 hatte als Stiftungstag den 01.08.1745.
Die Einheit entstand am 06.10.1807 in Tapiau aus dem Regiment sowie dem Bataillon Towarczys und aus Mannschaften des altpreußischen Dragoner-Regiments Nr. 10 (X.).
Der erste Regiments-Kommandeur war Friedrich Wilhelm v. St. Paul, der letzte Regiments-Kommandeur war Ewald v. Koß.
Die letzte Friedensgarnison war Militsch/ Ostrowo.
Der Mannschaftsersatz stammte aus Posen und Niederschlesien.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Ulanen-Regiment von Katzler (Schlesisches) Nr. 2 (Gleiwitz).
Das Ulanen-Regiment von Katzler (Schlesisches) Nr. 2 hatte als Stiftungstag den 01.08.1745.
Die Einheit entstand am 06.10.1807 in Tapiau aus dem Regiment sowie dem Bataillon Towarczys.
Der erste Regiments-Kommandeur war Ludwig v. Borstell, der letzte Regiments-Kommandeur war Friedrich v. Pappritz .
Die letzte Friedensgarnison war Gleiwitz/ Pleß.
Der Mannschaftsersatz stammte aus Posen und Niederschlesien.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Ulanen-Regiment Kaiser Alexander II. von Rußland (Brandenburgisches) Nr. 3 (Fürstenwalde).
Das Ulanen-Regiment Kaiser Alexander II. von Rußland (Brandenburgisches) Nr. 3 hatte als Stiftungstag den 15.05.1809.
Die Einheit entstand am 15.05.1809 in Berlin aus Mannschaften des Ulanen-Regiments Nr. 1 und 2 und den Resten des aufgelösten Husaren-Regiments v. Schill sowie aus Angehörigen des 2. Schlesischen und Brandenburgischen Husaren-Regiments.
Der erste Regiments-Kommandeur war Friedrich Wilhelm von St. Paul, der letzte Regiments-Kommandeur war Rudolf v. Madeyski.
Die letzte Friedensgarnison war Fürstenwalde.
Der Mannschaftsersatz stammte aus der Prvinz Brandenburg und den Umkreis von Berlin und Frankfurt a. O.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Ulanen-Regiment von Schmidt (Pommersches) Nr. 4 (Thorn).
Das Ulanen-Regiment von Schmidt (Pommersches) Nr. 4 hatte als Stiftungstag den 07.03.1815.
Die Einheit entstand am 16.05.1815 in Oranienburg, Behlefanz aus der 1. Eskadron des Pommerschen National-Kavallerie-Regiments, der 1. Eskadron des Ostpreußischen National-Kavallerie-Regiments und der 1. Eskadron des Westpreußischen Ulanen-Regiment Nr. 1.
Der erste Regiments-Kommandeur war Friedrich v. Eisenhardt, der letzte Regiments-Kommandeur war Friedrich Karl Frhr. v. Wechmar.
Die letzte Friedensgarnison war Thorn.
Der Mannschaftsersatz stammte bis 1853 aus Pommern und danach aus Pommern und Posen.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Westfälisches Ulanen-Regiment Nr. 5 (Düsseldorf).
Das Westfälische Ulanen-Regiment Nr. 5 hatte als Stiftungstag den 07.03.1815.
Die Einheit entstand am 07.03.1815 in Ospern in Luxemburg aus der 1. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 2, der 1. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 3 und der 1. Eskadron des Bergischen Husaren-Regiments.
Der erste Regiments-Kommandeur war Karl Ludwig v. Zatrow, der letzte Regiments-Kommandeur war Adolf Frhr. v. Carnap.
Die letzte Friedensgarnison war Düsseldorf.
Der Mannschaftsersatz stammte aus dem Rheinland und aus Westfalen.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 (Hanau).
Das Thüringische Ulanen-Regiment Nr. 6 hatte als Stiftungstag den 18.02.1813.
Die Einheit entstand am 25.03.1815 in Dinant in Belgien aus 3 Eskadronen des Kavallerie-Regiments v. Lützow.
Der erste Regiments-Kommandeur war Ludiwg Adolf Wilhelm v. Lützow, der letzte Regiments-Kommandeur war Franz Wuille di Bille.
Die letzte Friedensgarnison war Hanau.
Der Mannschaftsersatz stammte 1817 bis 1831 aus Posen, 1831 bis 1867 aus der Provinz Sachsen und der Provinz Thüringen.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Ulanen-Regiment Großherzog Friedrich von Baden (Rheinisches) Nr. 7 (Saarbrücken).
Das Ulanen-Regiment Großherzog Friedrich von Baden (Rheinisches) Nr. 7 hatte als Stiftungstag den 14.04.1734.
Die Einheit entstand am 07.03.1815 in Nantes in Frankreich und Bastogne in Luxemburg aus 2 Eskadrons des sächsischen Ulanen-Regiments Prinz Clemens, aus Kavalleristen des Freikorps v. Hellwig und 2 Eskadrons Freiwilliger vom Schill`schen Korps.
Der erste Regiments-Kommandeur war Karl Heinrich Max Frhr. v Czettritz, der letzte Regiments-Kommandeur war Bogislav v. Kamecke.
Die letzte Friedensgarnison war Saarbrücken.
Der Mannschaftsersatz stammte aus dem Saarland, dem Rheinland und dem Moselland.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Ulanen-Regiment Graf zu Dohna (Ostpreußisches) Nr. 8 (Gumbinnen).
Das Ulanen-Regiment Graf zu Dohna (Ostpreußisches) Nr. 8 hatte als Stiftungstag den 06.09.1812.
Die Einheit entstand am 19.03.1815 in Huy in Belgien aus den Eskadrons des 1. und 2. Husaren-Regiments der russisch-deutschen Legion.
Der erste Regiments-Kommandeur war Friedrich Graf zu Dohna, der letzte Regiments-Kommandeur war .
Die letzte Friedensgarnison war Gumbinnen/ Stallupönen.
Der Mannschaftsersatz stammte bis 1852 das Rheinland, Moselland, das Saarland und nach 1852 Ostpreußen.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
2. Pommersches Ulanen-Regiment Nr. 9 (Demmin).
Das 2. Pommersche Ulanen-Regiment Nr. 9 hatte als Stiftungstag den 07.05.1860.
Die Einheit entstand am 07.05.1860 in Treptow a. Toll und Ückermünde aus der 5. Eskadron des Kürassier-Regiments Nr. 4, der 5. Eskadron des Kürassier-Regiments Nr. 8, der 2. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 5 und der 5. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 7.
Der erste Regiments-Kommandeur war , der letzte Regiments-Kommandeur war .
Die letzte Friedensgarnison war Demmin.
Der Mannschaftsersatz stammte aus Vorpommern.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Ulanen-Regiment Prinz August von Württemberg (Posensches) Nr. 10 (Züllichau).
Das Ulanen-Regiment Prinz August von Württemberg (Posensches) Nr. 10 hatte als Stiftungstag den 07.05.1860.
Die Einheit entstand am 07.0.1860nin Züllichau und Unruhstadt aus der Ulanen-Eskadron der Kürassier-Regimenter Nr. 1 und 5, aus der 1. Eskadron der Ulanen-Regimenter Nr. 1 und 2.
Der erste Regiments-Kommandeur war Emil v. Frankenberg und Ludwigsdorf, der letzte Regiments-Kommandeur war Arthur Graf v. Bredow.
Die letzte Friedensgarnison war Züllichau.
Der Mannschaftsersatz stammte aus Schlesien, Posen und Lausitz.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst
Ulanen-Regiment Graf Haeseler (2. Brandenburgisches) Nr. 11 (Saarburg).
Das Ulanen-Regiment Graf Haeseler (2. Brandenburgisches) Nr. 11 hatte als Stiftungstag den 07.05.1860.
Die Einheit entstand am 07.05.1860 in Perleberg, Kyritz und Wusterhausen aus der 5. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 3, der 1. Eskadron des Ulanen-Regiments N.r 6, der Ulanen-Eskadron des Kürassier-Regiments Nr. 6 und der Ulanen-Eskadron des Kürassier-Regiments Nr. 7.
Der erste Regiments-Kommandeur war Hermann v. Kosigk, der letzte Regiments-Kommandeur war Carl Epner
Die letzte Friedensgarnison war Saarburg.
Der Mannschaftsersatz stammte der Provinz BRandenburg und aus der Priegnitz.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst.
Litthauisches Ulanen-Regiment Nr. 12 (Insterburg).
Das Litthauische Ulanen-Regiment Nr. 12 hatte als Stiftungstag den 07.05.1860.
Die Einheit entstand am 07.05.1860 in Insterburg und Wehlau aus der 1. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 4, der 2. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 8, der Ulanen-Eskadron des Kürassier-Regiments Nr. 3 und der Ulanen-Eskadron des Kürassier-Regiments Nr. 2.
Der erste Regiments-Kommandeur war Friedrich v. Trotha, der letzte Regiments-Kommandeur war Arthur Hay.
Die letzte Friedensgarnison war Insterburg.
Der Mannschaftsersatz stammte aus dem nördlichen Ostpreußen.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst
Königs-Ulanen-Regiment (1. Hannoversches) Nr. 13 (Hannover).
Das Königs-Ulanen-Regiment (1. Hannoversches) Nr. 13 hatte als Stiftungstag den 19.12.1813.
Die Einheit entstand am 31.10.1866 in Potsdam aus der 5. Eskadron des Regiments der (hannoverschen) Garde du Corps, der 5. Eskadron des 1. Garde-Ulanen-Regiment, der 5 Eskadron des 2. Garde-Ulanen-Regiments und der 5. Eskadron des 3. Garde-Ulanen-Regiments.,
Der erste Regiments-Kommandeur war Friedrich v. Schack, der letzte Regiments-Kommandeur war Cecil Carl v. Natzmer.
Die letzte Friedensgarnison war Hannover.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst
2. Hannoversches Ulanen-Regiment Nr. 14 (St. Avold).
Das 2. Hannoversche Ulanen-Regiment Nr. 14 hatte als Stiftungstag den 10.12.1805.
Die Einheit entstand am30.10.1866 in Münster (Westfalen) und Hamm aus der 5. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 4, der 5. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 8, der 5. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 9 ud der 1. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 12.
Der erste Regiments-Kommandeur war Otto Wilhelm v. Lüderitz, der letzte Regiments-Kommandeur war Heinrich v. Sydow.
Die letzte Friedensgarnison war St. Avold/ Mörchingen.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst
Schleswig-Holst. Ulanen-Regiment Nr. 15 (Saarburg).
Das Schleswig-Holst. Ulanen-Regiment Nr. 15 hatte als Stiftungstag den 27.09.1866.
Der erste Regiments-Kommandeur war Gustav v. Alvensleben, der letzte Regiments-Kommandeur war Robert v. Schulz.
Die Einheit entstand am 30.10.1866 in Perleberg und Kyritz aus der 3. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 1, der 5. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 3, der 5. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 10 und der 5. Eskadron des Ulanen-Regiments Nr. 11.
Die letzte Friedensgarnison war Saarburg.
Der Mannschaftsersatz stammte aus Schleswig-Holstein, Lauenburg, Mekclenburg, Hamburg, Lübeck und Bremen.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst
Ulanen-Regiment Hemmings v. Treffenfeld (Altmärkisches) Nr. 16 (Salzwedel/ Gardelegen).
Das Ulanen-Regiment Hemmings v. Treffenfeld (Altmärkisches) Nr. 16 hatte als Stiftungstag den 27.09.1866.
Die Einheit entstand am 30.10.1866 in Salzwedel und Gardelegen. Stammtruppenteile waren die 5. Eskadron aus dem Ulanen-Regiment Nr. 2, die 5. Eskadron aus dem Ulanen-Regiment Nr. 5, die 5. eskadron aus dem Ulanen-Regiment Nr. 6 und die 5. eskadron aus dem Ulanen-Regiment Nr. 7.
Der erste Regiments-Kommandeur war Conrad v. Paczensky und Tenczin, der letzte Regiments-Kommandeur war Georg Runge.
Die letzte Friedensgarnison war Salzwedel/ Gardelegen.
Der Mannschaftsersatz stammte aus der Provinz Sachsen, aus der Provinz Thüringen und aus der Provinz Posen.
Die Einheit wurde am 01.10.1919 aufgelöst
Württembergische (Nr. 19 und20), sächsische (Nr. 17, 18 und 21) und bayerische Ulanen- Regimenter (Nr. 1 und 2).
Zu diesen Formationen wird auf die gesonderen Beiträge in diesem Schwerpunkt verwiesen.
Empfohlene Beiträge
Uniformierung & Ausrüstung
Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Husaren-Regimenter - 2. Westfälisches Husaren-Regiment Nr. 11
Als Stiftungstag hatte das Regiment den 05.12.1813.
Uniformierung & Ausrüstung
Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Husaren - Die Husarenmütze der Offiziere
Die Bekleidungs-Vorschrift für Offiziere und Sanitätsoffiziere des Königlich Preußischen Heeres (Berlin 1896) beschreibt auf S. 83 ff. die Beschaffenheit der Husarenmütze. Demnach war diese ein zylinderförmiges Kopfgestell von Haartuch mit Boden aus Wachsleinen mit einem dunkelbraunen Pelzbezug (Seehund).
Uniformierung & Ausrüstung
Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Husaren-Regimenter - Husaren-Regiment Kaiser Nikolaus II. von Rußland (1. Westf.) Nr. 8
Das Husaren-Regiment Kaiser Nikolaus II. von Rußland (1. Westf.) Nr. 8 hatte als Stiftungstag den 07.03.1815.