Gliederung und Organisiation der Alten Armee - Kavallerie - Kürassier-Regimenter - Garde-Kürassier-Regiment
Das Garde-Kürassier-Regiment entstand am 21.02.1815 (Stiftungstag) und ging aus
der Garde-Ulanen- und Garde-Kosaken-Eskadron des leichten Garde-Kavallerie-Regiments und
aus den besten Mannschaften des Schlesischen National-Husaren-Regiments Eskadrons hervor.
Seit seiner Errichtung stand das Regiment in Berlin.
Zunächst wurde die Einheit als Garde-Ulanen-Regiment bezeichnet, erst ab dem Jahre 1821 führte sie die Bezeichnung: Garde-Kürassier-Regiment.
Die Standarte wurde dem Regiment am 18.04.1815 verliehen.
Die Einheit gehörte zum Garde-Korps bzw. zur Garde-Kavallerie-Division bzw. zur 1. Garde-Kavallerie-Brigade.
Im Ersten Weltkrieg kämpfte die Formation 1914 zunächst im Westen und machte die Schlacht an der Marne mit.
Es folgte Wachdienst an der belgisch-holländischen Grenze. Später wurde das Regiment im Osten (Galizien/ Südpolen) bis Anfang 1918 eingesetzt.
Bis zum Ende des Krieges folgte infanteristischer Stellungskampf im Westen im Verband der Garde-Kavallerie-Schützen-Division.
Am 10.12.1918 kehrte die Einheit nach Berlin zurück, Teile kämpften später noch im Baltikum bzw. in Berlin beim Spartakusaufstand.
Wie das Regiment der Gardes du Corps (Potsdam) und das Kürassier-Regiment Kaiser Nikolaus I. vpn Rußland (Brandenburgisches) Nr. 6 (Brandenburg a. H.) war es mit Helmen aus Tombak ausgestattet.
Auch die Schuppenketten waren aus Tombak, der Beschlag hingegen aus Neusilber.
Am Helm wurde ein neusilberner Gardestern mit dem Devisenband: MIT GOTT UND VATERLAND 1860 mit einem schwarzen Adler auf kupfernem Felde geführt.
Das Garde-Kürassier-Regment trug den für die Kürassiere typischen Koller mit konblumenblauen Kragen und Aufschlägen mit weißen bzw. silbernen Gardelitzen und weißer bzw. silberner Borten. Die Knöpfe waren weiß, Der Mützenrand und die Vorstöße waren konblumenblau.
Daneben wurde ein blauer Waffenrock getragen, ebenso wie der Koller mit kornblumenblaue Kragen und (schwedische) Ärmelaufschläge sowie entsprechende weiße bzw. silberne Gardelitzen.
Das Garde-Kürassier-Regiment hatte als Paradestück einen Kürass mit Platten aus Messing auf dem Brust- und Rückenstück.
Empfohlene Beiträge
Uniformierung & Ausrüstung
Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Kürassier-Regimenter - Regiment der Gardes du Corps
Das Regiment der Gardes du Corps geht zurück die namensgleiche - von Friedrich dem Großen - im Jahre 1740 errichtete Einheit.
Kriegsgeschichte
Die Kaiserliche Marine - Fotographische Reminiszenzen an die Sommerfahrt und die Weltreise der SMS Viktoria Luise in den Jahren 1909 - 1910.
Originaler Fotonachlass wohl eines Deck-Unteroffiziers der SMS Victoria Louise.
Organisation
Eine kleine Geschichte der Kaiserlichen Marine - 1. Teil
Die deutsche Flotte hat eine relativ junge Geschichte, vor 1848 war sie im Grunde nicht existent1. Es mangelte an einer zentralen Gewalt, wie z. B. in Großbritannien und Frankreich. In Preußen begann man in den 40iger Jahren mit dem zögerlichen Aufbau einer Flotte. Das eigentlich erste Kapitel der deutschen Reichsflotte begann aber im Jahre 18482. Angestoßen durch die Hanseaten und vor dem Hintergrund der Unabhängigkeitsbestrebungen in Schleswig-Holstein beschloss die Frankfurter Nationalversammlung die Gründung der deutschen Reichskriegsflotte und stellte die entsprechenden Geldmittel bereit. Doch analog zum politischen Schicksal der Nationalversammlung wurde die kleine Flotte (soeben ausgerüstet und bewaffnet) im Jahre 1852 (Beschluss des deutschen Bundestages vom 01.04.1852) wieder aufgelöst und die Schiffe verkauft. Der Schiffsbestand betrug zu diesem Zeitpunkt 11 Schiffe und 27 kleine Fahrzeuge. Einige Schiffe wurden von Preußen übernommen. Dieses verstärkte nun seine maritimen Anstrengungen und kaufte 1853 das Jadegebiet. Hier sollte der Kriegshafen Wilhelmshaven entstehen. Gleichzeitig wurde die Admiralität als zentrale und selbständige Kommando- Verwaltungsbehörde geschaffen (AKO vom 14.11.1853). Schon vorher war beim preußischen Kriegsministerium eine Marine-Abteilung entstanden. Als erster preußischer Offizier erhielt Prinz Adalbert den Rang eines Admirals der preußischen Küsten. Bereits 1852 hatte die preußische Marine ein Geschwader nach Südamerika entsandt. 1859 trat ein Geschwader eine wirtschaftspolitisch motivierte Reise nach Japan, China und Siam an. 1860 sank in einem Taifun die SMS Frauenlob mit der gesamten Besatzung vor der japanischen Küste. Ein schlimmer Verlust bedeutete auch der Untergang der SMS Amazone am 21.06.1861 in der südlichen Nordsee. Mit dem Schiff und der Besatzung gingen auch sämtliche eingeschifften Seekadetten unter. 1864 kam es im deutsch-dänischen Krieg zu kleineren Gefechten mit der dänischen Flotte.