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Vestes Bellica Archiv für Heereskunde

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114 Beiträge gefunden

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Die Deutschen Kolonien und die Schutztruppen

Der Beitrag ist den deutschen Schutztruppen gewidmet. Schutztruppe war die offizielle Bezeichnung der militärischen Einheiten in den deutschen Kolonien in Afrika von 1891 bis zur verfügten Auflösung im Oktober 1919. Auch das Deutsche Expeditionskorps und die Ostasiatische Besatzungsbrigade werden in diesem Beitrag abgehandelt. Das Ostasiatische Expeditionskorps war ein rund 15.000 bis 20.000 Mann starkes deutsches Militärkontingent, das das Deutschen Kaiserreich in den Jahren 1900 und 1901 zur Niederschlagung des Boxeraufstands nach China entsandte. Die Ostasiatische Besatzungs-Brigade war ein militärischer Verband des Deutschen Kaiserreichs, der am 17. Mai 1901 nach dem Ende der großen Kampfhandlungen des Boxeraufstands aus dem Ostasiatischen Expeditionskorps hervorging. Es wurde gebildet, um die vorherigen, viel größeren Expeditionsstreitkräfte in China abzulösen.

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Eine kleine Geschichte der kaiserlichen Marine - 3. Teil

Der Ursprung der Marineinfanterie geht auf das Jahr 1849 zurück1. Das Marinierkorps hieß ab 1852 Seebataillon. 1889 wurde es in das 1. und 2. Seebataillon geteilt. 1897 entstand das spätere 3. Seebataillon. Das 1. und 2. See-Bataillon (Kiel bzw. Wilhelmshaven) umfassten jeweils 4 Kompanien, 1 Festungstelegraphen- und 1 Maschinengewehrzug Vom 3. Seebataillon standen nur 2 Kompanien und die Stammbatterie in Cuxhaven, der Rest befand sich beim Ostasiatischen Marinedetachement (im Schutzgebiet Kiautschou).

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Eine kleine Geschichte der Kaiserlichen Marine - 1. Teil

Die deutsche Flotte hat eine relativ junge Geschichte, vor 1848 war sie im Grunde nicht existent1. Es mangelte an einer zentralen Gewalt, wie z. B. in Großbritannien und Frankreich. In Preußen begann man in den 40iger Jahren mit dem zögerlichen Aufbau einer Flotte. Das eigentlich erste Kapitel der deutschen Reichsflotte begann aber im Jahre 18482. Angestoßen durch die Hanseaten und vor dem Hintergrund der Unabhängigkeitsbestrebungen in Schleswig-Holstein beschloss die Frankfurter Nationalversammlung die Gründung der deutschen Reichskriegsflotte und stellte die entsprechenden Geldmittel bereit. Doch analog zum politischen Schicksal der Nationalversammlung wurde die kleine Flotte (soeben ausgerüstet und bewaffnet) im Jahre 1852 (Beschluss des deutschen Bundestages vom 01.04.1852) wieder aufgelöst und die Schiffe verkauft. Der Schiffsbestand betrug zu diesem Zeitpunkt 11 Schiffe und 27 kleine Fahrzeuge. Einige Schiffe wurden von Preußen übernommen. Dieses verstärkte nun seine maritimen Anstrengungen und kaufte 1853 das Jadegebiet. Hier sollte der Kriegshafen Wilhelmshaven entstehen. Gleichzeitig wurde die Admiralität als zentrale und selbständige Kommando- Verwaltungsbehörde geschaffen (AKO vom 14.11.1853). Schon vorher war beim preußischen Kriegsministerium eine Marine-Abteilung entstanden. Als erster preußischer Offizier erhielt Prinz Adalbert den Rang eines Admirals der preußischen Küsten. Bereits 1852 hatte die preußische Marine ein Geschwader nach Südamerika entsandt. 1859 trat ein Geschwader eine wirtschaftspolitisch motivierte Reise nach Japan, China und Siam an. 1860 sank in einem Taifun die SMS Frauenlob mit der gesamten Besatzung vor der japanischen Küste. Ein schlimmer Verlust bedeutete auch der Untergang der SMS Amazone am 21.06.1861 in der südlichen Nordsee. Mit dem Schiff und der Besatzung gingen auch sämtliche eingeschifften Seekadetten unter. 1864 kam es im deutsch-dänischen Krieg zu kleineren Gefechten mit der dänischen Flotte.

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Eine kleine Geschichte der Kaiserlichen Marine - 2. Teil

Bis zum Ende des Jahrhunderts spielte die Kaiserliche Marine im Verhältnis zum Landheer nur eine sekundäre Rolle. Ab 1898 wurde jedoch die Flotte aufgebaut, die Vermehrung des Heeres hingegen beschränkt Dies geschah vor allem aus finanzpolitischen Erwägungen heraus, auch meinte man hinsichtlich der Quantität die vertretbaren Grenzen hier erreicht zu haben. Die militärische Führung wollte sich beim Landheer nunmehr auf die Optimierung der Qualität von Organisation, Ausbildung und Ausrüstung konzentrieren. So stagnierte die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres, bis man kurz vor dem 1. Weltkrieg wieder fieberhaft zu rüsten begann. Die Bevorzugung der Marine entsprach den maritimen Neigungen von Wilhelm II. Der zentrale Promotor der wilhelminischen Flottenpolitik war aber Alfred von Tirpitz (1849-1930).