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G. B. Volz, Die Parchwitzer Rede.

Friedrich der Große inmitten seiner Generale vor der Schlacht Leuthen. (entnommen aus: Franz Kugler, Geschichte Friedrichs des Grossen. Ungekürzte Volksausgabe. Leipzig S. 357).
Friedrich der Große inmitten seiner Generale vor der Schlacht Leuthen. (entnommen aus: Franz Kugler, Geschichte Friedrichs des Grossen. Ungekürzte Volksausgabe. Leipzig S. 357).

G. B. Volz, Die Parchwitzer Rede.

Empfohlene Beiträge

Uniformierung & Ausrüstung

Die preußische Armee unter Friedrich Wilhelm I. (1713 - 40) - Kapitel 16 - Der bunte Rock (Die Infanterie).

Die Uniform als eine mittels detaillierter Bestimmungen genau festgelegte einheitliche militärische Bekleidung bestimmt die Zugehörigkeit des Trägers zu einer bestimmten Armee, zu einer bestimmten Waffengattung und zu einem bestimmten Regiment. Die in Schnitt, Farbe, Abzeichen, Tragweise normierte Bekleidung des Soldaten entstand - unabhängig von einigen vereinzelten mittelalterlichen Versuchen - erst mit Aufkommen der stehenden Heere, wobei sich der Prozeß der Einführung der Uniformierung in den verschiedenen Staaten von der Mitte des 17. bis in das 18. Jahrhundert hinziehen konnte. Voraussetzung für die einheitliche Bekleidung ganzer Armeen war zum einen das Entstehen der Zentralgewalt der Fürsten unter gleichzeitiger Sicherstellung der Finanzierung der Heeresbedürfnisse gegen den Widerstand der Stände, zum anderen das Aufkommen frühkapitalistischer Produktionsmethoden im Rahmen von Manufakturen. Das stehende Heer - also der miles perpetuus - war Ausdruck fürstlicher Regierungsgewalt. Bereits im 30jährigen Krieg begriff man zudem den ökonomischen Nutzen der Massenanfertigung militärischer Bekleidung und Waffen. Neben diesem wirtschaftlichen Aspekt hatte die Einführung einer einheitlichen militärischen Bekleidung auch rationelle Gründe. Durch den vermehrten Einsatz von Feuerwaffen wurde auf dem Schlachtfeld die massive Rauchentwicklung der Vorderlader zum Problem. Aus diesem Grunde mußten die verschiedenen Truppeneinheiten kenntlich farblich gemacht werden, Tarnung war der Gedankenwelt damaliger europäischer Militärs völlig fremd. Daneben wirkte die einheitliche Bekleidung soziologisch auch als gruppenbindenes Element, d. h., man war sich der psycholgischen Wirkung der Uniform auf Freund und Feind durchaus bewußt. Farbe war in diesem Sinne Trumpf1.