Formations- und Uniformierungsgeschichte der altpreußischen Kavallerie 1740 - 86 - IV. Teil - Husaren

In Bearbeitung.

Zeichnung des Verfassers.

Bestand und Etat

Bei seinem Regierungsantritt fand Friedrich der Große 3 Eskadrons des in Berlin stehenden "Leib-Korps Husaren" und 6 Eskadrons des "Preußischen Husarenkorps" vor. Letztere standen in einigen ostpreußischen Garnisonen.

Die Husarenwaffe wurde unter Friedrich dem Großen stark ausgebaut.

1786 gab es 10 Husaren-Regimenter zu je 10 Schwadronen.

Laut dem Reglement für die Husaren-Regimenter vom 01.12.1743 (S. 3-4) war der Etat eines Husaren-Regiments wie folgt:

36 Ober-Officiers.

80 Unter-Officiers.

10 Trompeters.

1020 Husaren.

10 Fahnen-Schmiede.

10 Feldscheers.

1130 Pferde ohne die Officiers-Pferde incl. der 10 Feldscheers, weyl sie bei den Husaren ebritten sind.

Der Unterstab bestand aus:

1 Regiments Quarier-Meister.

1 Regiments Feldscheer.

2 Büchsen-Machers.

2 Schäfter.

Eine Eskadron war stark:

3 Ober-Officiers.

8 Unter-Officiers.

1 Trompeter.

102 Husaren.

1 Fahnen Schmiedit.

1 Feldscheer.

Zeichnung des Verfassers.

Allgemeines zur Uniformierung des Husaren

Zur Uniform des Husaren gehörten die Mütze, der Pelz, der Dolman, das Kamisol, die Halsbinde, die Schärpe, die Reithosen aus Leder, die Überhosen (Charawaden), die kurzen Stiefel, der Mantel, das Bandelier und die Patrontasche, die Säbeltasche und als Bewaffnung der Säbel, die Pistolen, der Karabiner, dazu der Sattel, das Gepäck. Ferner ist die Frisur von Interesse.

Der Dolman.

Die Husaren-Regimenter erhielten verschiedenfarbige Pelze und Dolmans.

Die Farben der verschiedenen Formationen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Der Dolman hatte einen stehenden schmalen Kragen und Taschen an den Seiten und war teilweise mit Leder besetzt.

Sein Futter war aus Leinen.

Ferner hatte der Dolman einen Schmuck aus gedrehten Schnüren aus Wolle, deren Anzahl bei den Regimentern unterschiedlich war

Die Knöpfe waren gelb (Messing) oder weiß (Blei).

Zeichnung des Verfassers.

Der Pelz.

Der Pelz entsprach in Stoff und Schnitt zwar dem Dolman, er war aber weiter im Schnitt.

Er war mit weißem oder schwarzem Fell gefüttert bzw. besetzt.

Auch er hatte der einen Schmuck aus gedrehten Schnüren aus Wolle, deren Anzahl bei den Regimentern unterschiedlich war

Man trug entweder den Dolamn oder den Pelz allein, oder aber - zu Parade - beide Kleidungsstücke, dann wurde der Pelz an die linke Schulter gehängt.

Die Abzeichen der verschiedenen Husaren-Regimenter. Jany, Geschichte ..., Bd. 2, S. 293.
Originales kleinformatiges Aquarell.

Die Schärpe.

Die Schärpe bestand aus einer starken und vielfach gelegten Schnur, welche durch ein Flechtwerk (zusammen) gehalten wurde.

An den Enden befand sich ein Knopf und eine Schlinge (zur Befestigung).

Die Schärpe wurde mehrfach um den Leib gewickelt.

Sie wurde auf dem Dolman getragen.

Zeichnung des Verfassers.

Die Hose.

Die Hosen waren aus Leder.

Darüber wurden kurze Überhosen getragen (siehe weiter unten).

Zeichnung des Verfassers.

Die Schalavary (Charawaden).

Es wurden Überhosen getragen. Sie hießen Schalavar und waren nicht gefüttert.

Zeichnung des Verfassers.

Die Mützen

Die Husaren-Regimenter hatten vornehmlich Flügelmützen (Filzmützen), einige hatten aber Bären(fell)mützen. Diese Formationen trugen aber im Sommer auch Filzmützen.

Deren Höhe war unterschiedlich.

Bären(fell)mützen hatten nicht alle Regimenter.

An der Bären(fell)mütze hing rechts der Kolpak. Hierbei handelte es sich ein sachartig genähtes Stück Tuch.

Als Schmuckelemente dienten ein Kordon und ein Federbusch an der Seite.

Haartracht

Bei den Husaren war die Zopffrisur nicht üblich, sondern das Husaren trugen das lange Haar im Nacken zu einem Knoten gebunden.

Schnurbärte waren die Regel.

Die Stiefel

Es wurden kurze Stiefel getragen. Als Absatz diente ein Stück Eisen.

Zeichnung des Verfassers.

Die Halsbinden.

Die Halsbinden waren schwarz.

Zeichnung des Verfassers.

Die Säbeltaschen und Säbel

Die Säbel der Husaren hatten eiserne Griffe und eisenbeschlagene Scheiden.

Die Gehenke waren braun, bei H 5 jedoch schwarz.

Zeichnung des Verfassers.

Die Merkmale der Uniform der Unteroffiziere.

Die Unteroffiziere hatten an der Mütze schwarz-weiße Kordons.

An der Flügelmütze hatten die Unteroffiziere eine farbige Rosette.

Am Ende des Flügels der Flügelmütze war an schwarz-weißer Puschel angebracht.

Ferner zeichnete sie ein Tressenbesatz am Dolman und am Pelz aus (Kragen/ Ärmelaufschläge).

Bei H 2 hatte sie sogar einen farblich abweichenden Pelzvorstoß (braun statt weiß), bei H 6 schwarz.

Husar mit kriegsmäßig ausgerüsteten Pferd. Pferd. Zeichnung des Verfassers.

Die Merkmale der Uniform der Offiziere.

An der Uniform der Husarenoffiziere waren alle Schnüre usw. entweder silbern oder golden.

Die Flügel- und die Bärenfellmützen schmückte ein Busch aus Reihenfedern.

Die Offiziere trugen Locken, also nicht die freiere Haartracht der Gemeinen.

Offiziere der Husaren. Zeichnung des Verfassers.

Die Merkmale der Tompeter.

Text

Die Schabracken.

Der Sattel war ungarisch. Darüber wurde die Schabracke gelegt.

Diese war farbig hatte einen Zackenbesatz.

Offiziere der Husaren. Zeichnung des Verfassers.

Der Mantel und der Mantelsack.

Text

Früher preussischer Ulan. Originale Lithographie aus dem 19. Jhdt.

Die Pferdedecke.

Text

Zeichnung des Verfassers.
Originale farbige Zeichnung nach einer Vorlage aus dem sogenannten Armeewerk von Adolph v. Menzel.

Die Bosniaken.

Text

Zeichnung des Verfassers.
Vorstudie zum sogenannten Armeewerk von Adolph v. Menzel.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 1

H 1 wurde bereits im Jahr 1721 mit einem Bestand von zwei Kompanien errichtet und im Laufe der Zeit auf 10 Eskadronen verstärkt (1741/42).

1753 waren die Garnisonen der Einheit: Guhrau, Herrnstadt, Steinau, Suhlau, Trachtenberg.

Im Siebenjährigen Krieg war H 1 bzw. Teile der Einheit bei Lobositz, Roßbach, Kolin, Leuthen, Kunersdorf, Torgau und Freiberg beteiligt.

Charaktistisch war für H 1 die grüne Grundfarbe. Diese Farbe war erstmals 1742 zu sehen. Der Dolman war hellgrün und der Pelz dunkelgün mit weißem Pelzbesatz. Schnurbesatz und Knöpfe waren weiß.

Als Kopfbedeckung dienten Bärenfellmützen mit einem dunkelgrünen Kolpak. Die Schärpe war krapprot mit weißen Knöpfen.

Die rote Säbeltasche hatte weiße Borten.

Die dunkelgrüne Schabracke hatte einen hellgrünen Zackenbesatz , die Schnüre waren weiß.

Die Uniform der Offiziere hatte ursprünglich einen (Brust-)Besatz mit Tressen, bereits im Kriege kam aber die "Schnur-Uniform" (Bleckwenn) auf.

Aufgelöst wurde H 1 durch die Kapitulation von Anklam (01.11.1806).

Zu seinen bekannteren Inhabern gehörte Generalmajor Friedrich Wilhelm Gottfried Arnd von Kleist, auch als der "Grüne Kleist" (29.08.1724 in Potsdam; † 28. 08.1767 in Jeschkendorf bei Liegnitz) genannt (29.08.1724 in Potsdam; † 28. 08.1767 in Jeschkendorf bei Liegnitz). Er errichtete und befehligte das berühmte Freikorps Kleist.

Zigarettenbild.
Farbige Zeichnung von Richard Knötel.
Zeitgenössisches Porträt.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 2

Die Einheit wurde schon im Jahr 1730 mit einer Kompanie gegründet. 1733 umfasste H 2 schon 3 Eskadrons. Im jahr 1741/42 erfolgte die Verstärkung auf 10 Eskadrons.

Das I. Bataillon stand in Berlin, das II. Bataillon in Plau, Lübs und Eldena.

Im Siebenjährigen Krieg kämpfte H 2 bei Prag, Kolin, Breslau, Leuthen, Zorndorf, Hochkirch, Kay (teilweise), Kunersdorf (teilweise), Liegnitz, Torgau.

Der Dolman war hellrot, Kragen und Ärmelaufschläge waren dunkelblau. Der Pelz war dunkelblau und hatte einen weißen Pelzvorstoß. Schnurbesatz und Knöpfe waren weiß.

Als Kopfbedeckung dienten Bärenmützen mit roten Kolpak.

Die Schärpe war dunkelblau mit weißen Knöpfen.

Die rote Säbeltasche hatte weiße Borten.

Die dunkelblaue Schabracke hatte einen roten Zackenbesatz

Die Einheit wurde im unglücklichen Feldzug von 1806 gemeinsam mit dem Korps Blücher vernichtet (Schlacht von Lübeck, Kapitualtion von Ratkau vom 07.11.1806).

Zigarettenbild.
Nach einer Zeichnung von Richard Knötel.
Nach einer Zeichnung von Richard Knötel.
Umrisszeichnung von Hans Joachim von Zieten von oder nach Daniel Nikolaus Chodowiecki (* 16..10.1726 in Danzig; † 07. 02.1801 in Berlin).
Hans Joachim von Zieten. Zeichnung von Adolph von Menzel.
Hans Joachim von Zieten. Zeitgenössisches Porträt.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 3

H 3 wurde im Jahre 1740 errichtet. Stamm war eine Eskadron aus H 1. 1741/42 wurde die Einheit auf 10 Eskadrons verstärkt.

1753 standen die Eskadronen von H 3 in Bernstadt, Buchwalde, Kotschlitz, Neudorf, Sadewitz und Zellin.

Im Siebenjährigen Krieg kämpfte H 3 bei Prag, Kolin, Leuthen (teilweise), Kunersdorf (teilweise).

Der Dolman war weiß, dessen Kragen und Ärmelaufschläge gelb. Der Pelz war dunkelblau, der Pelzvorstoß weiß. Die Beschnürung war gelb.

Die Bärenmütze hatte einen weißen Kolpak.

Die Schärpe war gelb mit weißen Knöpfen.

Die gelbe Säbeltasche hatte weiße Borten.

Die dunkelblaue Schabracke hatte einen weißen Zackenbesatz mit gelben Schnüren.

Die Einheit wurde im unglücklichen Feldzug von 1806 gemeinsam mit dem Korps Blücher vernichtet (Schlacht von Lübeck, Kapitualtion von Ratkau vom 07.11.1806). Ein vorhandenes Depot wurde weiter verwendet.

Zigarettenbild.
H 3, H 1 und H 8. Zeichnung von Adolph v. Menzel aus Heerschau der Soldaten Friedrich´s des Großen. Mit 31 Original-Zeichnungen von Adolph Menzel in Holzschnitt ausgeführt von Ed. Kretschmar, Leipzig 1856.
Hartwig Karl von Wartenberg (* 03. 04.1711 in Uentze, Prignitz; † 02. 05.1757 bei Alt-Bunzlau), Generalmajor und Chef von H 3. Zeitgenössisches Porträt.
Hartwig Karl von Wartenberg. Vorstudien von Adolph von Menzel zu seinem Armeewerk.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 4

Urspünglich als ein Ulanen-Regiment gegründet (1741), wurde es nach einem militärischen Misserfolg zu einem Husaren-Regiment umgewandelt.

1753 standen dessen Eskadronen in Brallen, Festenberg, Juliusburg, Medzibor, Militsch, Oels, Prausnitz, Stroppen, Trebnitz und Wartenberg.

Im Siebenjährigen Krieg kämpfte H 4 bei Prag, Kolin, Breslau, Leuthen, Hochkirch (teilweise), Kay und Kunersdorf.

Der Dolman war hellblau. Der weiße Pelz hatte einen weißen Pelzvorstoß.

Als Kopfbedeckung dienten Filzmützen. Das Regiment hatte zunächst Pelzmützen und erhietl diese wieder ab 1771.

Die Schärpe war gelb mit weißen Knöpfen (anders bei Bleckwenn).

Die weiße Säbeltaschen hatte einen hellblauen Bortenbesatz.

Die weiße Schabracke hatte einen hellblauen Zackenbesatz mit weiß-blauen Schnüren.

Das Regiment überdauerte den unglücklichen Feldzug von 1806 und wurde in einer Neuformation weiter verwendet.

Zigarettenbild.
Bogislav Leonhard v. Seydlitz. Offizier bei H 4. Zeitgenössisches Porträt.
Bogislav Leonhard v. Seydlitz. Offizier bei H 4. Studie von Adloplh v. Menzel.
Zeitgenössisches Porträt.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 5

H 5 wurde im Jahr 1740 mit einer Stärke von 2 Eskadrons errichtet, die H 1 und H 2 stellten. 1741/41 wurde die Einheit auf 10 Eskadrons verstärkt. Die Bosniaken waren H 5 zugeordnet.

Die Eskadrons von H 5 standen 1753 in Goldap, Johannisburg, Lötzen, Lyck, Nordenburg, Oletzko, Pillkallen und Stallupönen.

Im Siebenjährigen Krieg kämpfte H 5 teilweise im Osten, bei Zorndorf, Kay (teilweise), teilweise im Westfeldzug bei Krefeld, Bergen und Minden.

Dolman und Pelz von H 5 waren schwarz, auch der Pelzvorstoß am Pelz.

Der Schnurbesatz (12) war weiß.

An den Filzmützen wurde aus weißgrauem Zwirn der Totenkopf getragen. Die Herkunft des Totenkopf-Emblems ist nach Bleckwenn unsicher.

Die rote Schärpe hatte weiße Knöpfe.

Die schwarz-ledernen Säbeltaschen hatten keinen Besatz.

Die schwarze Schabracke hatte einen roten Zackenbesatz mit weißen Schnüren.

H 5 überdauerte beim Reserve-Korps den verlorenen Feldzug von 1806 und bildete die Grundlage für die Neuformierung der 1. und 2. Leibhusaren.

Zigarettenbild.
Farbige Zeichnung von Richard Knötel.
Zeitgenössischer Holzschnitt, zeigend: Daniel Friedrich von Lossow (* 11.1721 in Malsow im Landkreis Oststernberg in der Neumark; † 12.10.1783 in Goldap), preussischer Generalleutantn und Chef von H 5.
Zeitgenössischer Holzschnitt.
Daniel Friedrich von Lossow. Zeigenössisches Porträt.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 6

Die Einheit wurde 1741/42 errichtet und umfasste 10 Eskadrons.

Die verschiedenen Eskadrons garnisonierten 1753 in Berun, Beuthen, Gleiwitz, Loslau, Nicolai, Preuskretscham, Rybnik, Sohrau und Ujest.

Im Siebenjährigen Krieg kämpfte H 6 bei Prag, Kolin, Breslau, Leuthen und Landeshut (teilweise).

Der Dolman war matt-braun, dessen Kragen und Ärmelaufschläge waren gelb.

Auch die Beschnürung (15) war gelb.

Als Kopfbedeckung dienten Filzmützen.

Die Schärpe war gelb mit weißen Knöpfen.

Die matt-braune Säbeltasche hatte gelbe Borten.

Die matt-braune Schabracke hatte einen gelben Zackenbesatz. Auch die Schnüre waren gelb.

Das Regiment überdauerte den katastrophalen Feldzug gegen das junge französische Kaiserreich und wurde in Ostpreußen faktisch neu errichtet, danach aber vernichtet. Der Rest diente zur Neuerrichtung eines weiteren Husaren-Regiments.

Zigarettenbild.
H 6. Uniformfigur . Frher Zeughaus in Berlin. Alte Postkarte.
Ludwig Anton von Wechmar (* 20. 07.1712 auf Gut Wenigenschweina in Sachsen-Meiningen; † 29.08.1787 auf Gut Zedlitz im Kreis Steinau). Zeitgenössisches Porträt. Oberst und Chef von H 6.
Johann Paul von Werner (* 11.12.1707 in Raab; † 25. 01.1785 auf Gut Bilschin im Landkreis Tost-Gleiwitz) , Chef von H 6. Zeitgenössisches Porträt.
Johann Paul von Werner. Farbige Zeichnung von Richard Knötel.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 7

H 7 wurde im Jahr 1743 errichtet. Hierfür wurde eine Eskadron aus H 5 und weitere Abgaben der älteren Regimenter benutzt.

Die Eskadrons der Einheit standen in Barten, Bischofswerder, Garnsee, Gilgenburg, Ortelsburg, Passenheim, Preußisch-Eylau, Rosenberg, Soldau, Sensburg und Stallupönen.

Im Siebenjährigen Krieg kämpfte H 7 bei Groß-Jägersdorf, dann (ab 1758) agierten 8 Eskadrons im Osten bei Zorndorf, Kay (sieben Eskadrons), Landeshut (6 Eskadrons), ferner wurden zwei Eskadrons zur Alliierten Armee versetzt. Diese kämpften bei Bergen und Minden.

Der Dolman war gelb, der Pelz hellblau mit schwarzem Pelzbesatz. Dazu weiße Beschnürung (12).

Als Kopfbedeckungen dienten Filzmützen.

Die hellblaue Schärpe hatte weiße Knöpfe.

Die gellblaue Säbeltasche wies einen weißen Bortenbesatz auf.

Die hellblaue Schabracke hatte einen gelben Zackenbesatz mit weißen Schnüren.

Die Einheit wurde im unglücklichen Feldzug von 1806 gemeinsam mit dem Korps Blücher vernichtet (Schlacht von Lübeck, Kapitualtion von Ratkau vom 07.11.1806). Ein vorhandenes Depot wurde weiter verwendet.

Tompeter von H 7. Zigarettenbild.
Preußischer (Husaren-)General (Friedrich Leopold Karl Bernhard Ludwig von Usedom). Zeichnung von Knötel d. Jüngeren.
Husar aus H 7 im Einsatz. Zeichnung von Adolph v. Menzel aus Heerschau der Soldaten Friedrich´s des Großen. Mit 31 Original-Zeichnungen von Adolph Menzel in Holzschnitt ausgeführt von Ed. Kretschmar, Leipzig 1856.
Friedrich Leopold Karl Bernhard Ludwig von Usedom (* 14. 04.1756 in Venzvitz[1]; † 15.11.1824 auf Gut Melochwitz[3] bei Militsch), Generalmajor und Chef von H 7. Zeitgenössisches Porträt.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 8

H 8 entstand im Jahr 1743.

Die Eskadrons standen 1753 in Belgard, Bütow, Lauenburg, Neustettin, Rummelsburg, Schlawe, Tempelburg und Zanow.

Das Regiment kämpfte bei Kolin (teilweise), bei Roßbach (teilweise), bei Breslau (teilweise), Leuthen (teilweise) und wwar dann (1759) von der Kapitulation von Maxen betroffen.

Diese Kapitulation überdauerten nur 3 Eskadrons in Schlesien.

Es blieb nur bei einem Versuch der Wiedererrichtung der Formation. 1763 wurde die Einheit aufgelöst bzw. durch H 9 ersetzt. Diese Einheit übernahm die Garnisonen und die Uniform des bisherigen Husaren-Regiments.

Erste Uniform:

Der Dolman war krapprot, ebenso der Pelz. Dessen Pelzvorstoß war schwarz. Die weiße Beschnürung hatte 12 Schnurreihen.

Als Kopfbedeckung dienten Filzmützen.

Die krapprote Schärpe hatte weiße Knöpfe.

Die schwarz-lederne Säbeltasche hatte keinen Besatz.

Die krapprote Schabracke hatten einen ebensolchen Zackenbesatz mit weißen Schnüren.

Das Schicksal der Einheit wurde oben erwähnt.

Zigarettenbild.
Angehöriger von H 9. Zeitgenössische Zeichnung aus einer Bilderhandschirft.
Mützenzierrat von H 9. Farbige Zeichnung von Kling.
Wilhelm Sebastian von Belling (* 15. 02.1719 in Paulsdorf, Kreis Marienwerder; † 28.11.1779 in Stolp, Generalleutnant und Chef von H 8. Zeichnung von Adolph von Menzel.
Wilhelm Sebastian von Belling. Zeitgenössischer Holzschnitt.
Gebhard Leberecht von Blücher, ab 1814 Fürst Blücher von Wahlstatt (* 16. 12.1742 in Rostock; † 12.09.1819 in Krieblowitz) als Husarenoffizier bei H8. Nach einem zeitgenössischen Porträt.
Gebhard Leberecht von Blücher in Husarenuniform.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 9 (später H 8)

H 9 enstand im Jahr 1758 durch Werbung, zunächst nur 5 Eskadrons. Im Jahr 1761 kamen zwei weitere Bataillone hinzu.

1763 trat die Einheit an die Stelle von H 8 (siehe dort).

Tafel aus dem sogenannten Armeewerk von Adolp v. Menzel.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 9 (später H 8)

Im Siebenjährigen Krieg kämpfte H 9 bei Kunersdorf und bei Freiberg (dort vollständig).

Das Regiment trug eine schwarze Uniform. Dieser hatte eine grüne Beschnürung und gelbe Knöpfe.

Nur die Offiziere hatten am Dolman grüne Abzeichen. Die Pelzvorstöße bei den Gemeinen waren sehr schmal.

Darstellung der Uniform von H 9. Originale Zeichnung von Gauker.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 9 (später H 8)

Die getragene Flügelmütze zeigte vorn den "ganzen Tod".

Die schwarze Säbeltasche hatte grüne Borten und in grüner Farbe den königlichen Namenszug.

Die schwarze Schabracke hatte einen grünen Zackenbesatz.

Darstellung der Uniform von H 9. Originale Zeichnung von Gauker.
Trompeter. Darstellung der Uniform von H 9. Originale Zeichnung von Gauker.

Die Bosniaken (und deren Vorläufer)

Das frühe und zunächst gescheiterte Experiment der Errichtung einer Ulanenwaffe im Jahre 1740 (v. Natzmer-Ulanen) wurde bereits weiter oben erwähnt.

Bereits 1745 wurde aber eine Fahne Bosniaken in das preussische Heer übernommen und im Jahr 1746 verstärkt, dann wieder reduziert.

Natzmer-Ulan. Frühes preussisches Ulanen-Regiment. Zeichnung von Richard Knötel. Am 04.06.1742 in Husaren umgewandelt.

1753 war der Standort Goldap, dann 1754 Oletzko und 1763 Stallupönen. Ab 1770 dann Arys und Bialla.

1762 erfolgte dann eine Verstärkung auf 10 Eskadrons.

Im Siebenjährigen Krieg kamen die Bosniaken vor allem gemeinsam mit H 5 im Osten zum Einsatz.

Bosniaken nach einer zeitgenössischen Bilderhandschrift. Originale Faksimile von Gauker.

1773 (13.04.) wurden die Bosniaken auf die volle Stärke eines Husaren-Regiments gebracht. Der Etat umfasste 50 Offiziere, 110 Unteroffiziere, 10 Feldscherer, 10 Fahnenschmiede, 10 Trompeter und 1320 Gemeine.

Das Regiment ergänzte sich überwiegend durch Werbung. Unter den Gemeinen waren nur 100 Einländer vorgesehen (Jany, Geschichte ..., Bd. III., S. 28).

Bosniaken. Aus einer zeitgenössischen Handschrift.
Zigarettenbild.
Zeitgenösssiche Zeichnung
Feldscher von H 9. Zeitgenössisches Porträt.
Trompeter von H 9. Zeitgenössisches Porträt.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 10

H 10 entstand im Jahr 1773 aus den Abgaben der anderen Husaren-Regimenter. Ferner wurden Rekruten aus Westpreußen verwendet. Die Einheit zählte 10 Eskadrons.

Die Eskadrons von H 10 standen (1753) in Soldau, Bischofswerder, Gilgenburg, Löbau, Neidenburg, Neumark in Preußen, Ottelsburg, Passenheim und Strassburg.

Das Regiment zeichnete sich im Bayerischen Erbfolgekrieg (1778/ 1779) aus.

Ein bekannter Chef der Einheit war F. W. v. Wuthenow, hatte aber Probleme in seiner Garnison.

Der Dolman war gelb mit roter Verschnürung (mit einem Rahmen). Kragen und Ärmelaufschläge waren blau (mit rotem Besatz bzw. Vorstoß).

Auch der blaue Pelz hatte rote Schnüre (mit einem Rahmen). Der Pelzvorstoß war weiß.

Die rote Schärpe hatte rote Knöpfe.

Die blaue Säbeltasche zeigte in rot den königlichen Namenszug und hatte einen gelben - rot vorgestoßenen - Zackenbesatz.

Auch die blaue Schabracke hatte einen solchen Besatz.

Die Offziersuniform wies eine silberne Verschnürung (mit einem Rahmen) und einen entsprechenden Besatz (Schoitasch) auf.

Im Jahre 1806 ging H 10 im Korps Blücher unter.

Zigarettenbild.

Die einzelnen Husaren - Regimenter - H 11

Farbige Zeichnung von Richard Knötel.

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