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Vestes Bellica Archiv für Heereskunde

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Organisation

Ein Beitrag zur Geschichte des altpreussischen Infanterie-Regiments Herzog von Braunschweig (IR No. 21).

Das Infanterie-Regiment No. 21 entstand im Jahre 1713 aus verschiedenen aus holländischem Dienst zurückkehrenden Regimentern, und zwar überzählige Mannschaften aus fünf Regimentern. Der Kanton (Ersatzbezirk) lag im Fürstentum Halberstadt, nämlich - zum Teil - die Grafschaften Wernigerode, Ilsenburg und Hohenstein und die Städte Quedlinburg, Gröningen, Wegeleben, Halberstadt, Wernigerode, Derenburg, Bleicherode, Schsa, Ellrich und Beneckenstein.

Organisation

Die preußische Armee unter Friedrich Wilhelm I. (1713 - 40) - „Die Langen Kerls“ - zur Geschichte des berühmten Garde-Regiments

Neben No. 3 war das Königsregiment (No. 6) die zweite Infanterie-Einheit mit einem erhöhten Etat Bereits vor Entstehung der stehenden Heere stellten Fürsten zum Schutz ihrer eigenen Person besondere Formationen auf, die teilweise bereits im 16. und 17. Jahrhundert einheitlich gekleidet waren und vor allem eine prächtige Bekleidung aufwiesen, als Beispiele seien hier die Schweizer-Garde des Kirchenstaates (1506 errichtet), die Königliche Trabanten-Garde in England (1485 errichtet), die Königliche Adels-Garde in Spanien (1646 errichtet) und das Königliche Musketier-Korps in Frankreich (1622 errichtet) genannt. Für diese Leib-und Schutzwachen wurde die Bezeichnung: Garde allgemein üblich (franz. garde = schützen, behüten, bewachen).

Heeressoziologie

Das altpreußische Unteroffizierkorps - Innenansichten einer Chargengruppe

Zwischen den Gemeinen und den Offizieren standen in der vertikalen Gliederung als Zwischenglied die Unteroffiziere. Betrachtet man die altpreußische Armee als soziales Gebil­de, so ist mit Beginn des 18. Jahrhunderts eine Trennung zwischen (Ober-) Offizier- und Unteroffizierkorps festzu­stellen, was auch darin seinen sinnfälligen Ausdruck fand, dass die Kriegsartikel vom 12.07.1713 nur noch für die Un­teroffiziere und die Gemeinen, also nicht mehr für die Offi­ziere galten. Mit der Reservierung der Offizierstellen für den einheimischen Adel als Mittel zur Verstaatlichung des­selben, ging im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts der so­ziale Abstieg der Unteroffiziere einher, die nunmehr mit den Gemeinen die Mannschaften ausmachten. Dennoch kam ihnen in diesem präzisen System der Über- und Unter­ordnung als untersten Ranginhabern und Funktionsträgern eine gewichtige Bedeutung zu, die Rahmen- und Existenz­bedingungen dieser Chargengruppe verdienen deshalb Ge­genstand der Betrachtung zu sein.