Französische Uniformen (Kaisergarde) im Jahre 1859
Nach dem Vorbild der Kaisergarde seines Onkels errichtete Napoleon III. (* 20. April 1808 in Paris; † 9. Januar 1873 in Chislehurst bei London) im Jahre 1854 eine ebensolche Gardeformation in Form einer gemischten Division. Diese umfasste zunächst 2 Infanterie-Brigaden, 1 Kavallerie-Brigade, Gendarmerie, Artillerie und Genie. Ab dem Jahre 1855 kam noch 1 Eskadron Fuhrwesen, 1 Fuß-Artillerie-Regiment und 1 Zuaven-Regiment dazu. In diesem Jahr wurde auch die Kaisergarde in zwei Infanterie-Divisionen umgebildet nebst 2 Brigaden Kavallerie. 1865 kam noch ein Regiment Carabiniers hinzu. Die Kaisergarde nahm auch am Kampf teil, z. B. am Krimkrieg (1855, 1853-56), im Italien-Feldzug (1859) und deutsch-französischen Krieg (1870/71). Hierbei erlitt sie teilweise schwere Verluste. Ergänzend erwähnt werden sollen auch die Hundert-Garden (Cent-Gardes), die am 24.03.1854 errichtet wurden. Sie waren zum Eskortedienst bei dem Kaiser und zur Bewachung der kaiserlichen Schlösser und Gärten zweckbestimmt. Es handelte sich also um eine reine Hofgarde.
Nachfolgend werden 24 Tafeln - Lithographien - gezeigt, welche die französische Kaisergarde im Jahre 1859 darstellen. Entnommen aus einer originalen kleinformatigen Mappe: 1859. L`Armèe - La Garde Impériale.
Empfohlene Beiträge
Uniformierung & Ausrüstung
Fritz Rumpf, Das Soldatenkleid.
Entnommen aus: Bernhard Schwertfeger/ Erich Otto Volkmann (Hg.), Die deutsche Soldatenkunde. 2. Bd., Leipzig 1937.
Uniformierung & Ausrüstung
Zur Geschichte der Kostüme (Münchner Bilderbogen)
Abbildungen entnommen den originalen Münchner Bilderbögen, erschienen bei Braun und Schneider in München (1848 ff.).
Uniformierung & Ausrüstung
Eine kleine Geschichte der Uniform - 5. Teil - Die Entwicklung der Uniform vom 17. zum 18. Jahrhundert am Beispiel von Frankreich
In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstand in Frankreich eine einheitliche Regierungsgewalt mit absoluter Machtvollkommenheit. Als Kardinal Mazarin am 09.03.1661 starb, erklärte der junge König Ludwig XIV., dass er keinen Nachfolger ernennen und von nun an selbst regieren werde. Er ließ sich aber von dem Geheimen Staatsrat beraten. Die staatliche Macht konzentrierte sich nun gänzlich in der Hand von König Ludwig XIV (05.09.1638 – 01.09.1715). Er gilt als der wichtigste Vertreter des höfischen Absolutismus und wurde zum Vorbild zahlreicher anderer europäischer Herrscher. Vom Gottesgnadentum überzeugt, trat der König prunkvoll auf und beanspruchte nach Überwindung der adligen Fronde als Selbstherrscher die absolute Autorität in allen staatlichen Belangen.