Uniformierung und Ausrüstung der Alten Armee - Kavallerie - Husaren-Regimenter - Sachsen - Nr. 18, 19 und 20

Mittelgroßes - nicht datiertes und verortetes Foto von sächsischen Husaren-Offizieren zu Pferde.

Die sächsische Kavallerie im deutschen Reichsheer.

Zur sächsischen Kavallerie im deutschen Reichsheer gehörten:

Schwere Reiter

Garde-Reiter-Regiment (1. schweres Regiment) - Dresden.

Karabinier-Regiment (2. schweres Regiment) - Borna.

Husaren

1. sächsische Husaren-Regiment König Albert Nr. 18 -Großenhain.

2. sächsische Husaren-Regiment Kronprinz Wilhelm Nr. 19 - Grimma.

3. sächsische Husaren-Regiment Nr. 20 - Bautzen.

Ulanen

1. sächsisches Ulanen-Regiment Kaiser Franz Joseph von Österreich, König von Unganr Nr. 17 - Oschatz.

2. sächsisches Ulanen-Regiment Nr. 18 - Leipzig.

3. sächsisches Ulanen-Regiment Kaiser Wilhelm II., König von Preußen Nr. 19 - Chemnitz.

Offizier der sächsischen Husaren in Paradeuniform. Originale KAB.
Offizier der sächsischen Husaren. Originale KAB. Beschnitten.

Allgemeine Merkmale der Uniformierung der sächsischen Husaren (vor allem nach R. v. Haber).

Zur Uniform der Offiziere

Als Kopfbedeckung diente die Pelzmütze aus Otterfell mit dem vergoldeten sächsischen Wappen aufliegend auf einem Stern, dazu Schuppenketten. Der Kolpak war ponceaurrot. Das National war grün-silbern. Die silbernen Fangschnüre waren grün durchwirkt. Zur Parade wurde ein Reiherstutz angelegt.

Die Mütze war konblumenblau und hatte einen ebensolchen Besatzstreifen mit gelben Vorstößen.

Der Rock bzw. die Attila war auch konblumenblau und hatte goldene Kettenschnüre. Die Achselschnüre waren aber silbern.

Als Interimsuniform wurde ein Attila mit einfachen goldenen Schnüren getragen.

Die kornblumenbaluen Beinkleider hatten einen einfachen golden Tressenbesatz.

Die Stiefel hatten lange Schäfte und hatten am oberen Rand einen Besatz aus goldener Tresse und eine Rosette. Die Aufschlagsporen waren gerade.

Das Säbelkoppel bestand aus goldener Tresse mit einem kornblumenblauen Futter aus Tuch. Die Beschläge waren vergoldet.

Die Säbeltasche hatte einen Fond aus der Farbe des Attilas. Die Säbeltasche zeigte den gekrönten königlichen Namenzug von goldener Tresse, ebenso die Einfassung. Das Lederfutter war von der Farbe des Kolpaks. Die Trageriemen entsprachen der Machart des Säbelkoppels.

Zur Uniform der Mannschaften

Die Pelzmütze der Mannschaften war aus Seehundfell gefertigt und zeigte den Stern aus Messing mit dem aufgelegten neusilbernen sächsischen Wappen. Die Schuppenketten waren gelb. Der Kolpack hatte die Farbe wie bei der Pelzmütze der Offiziere. Das Nationale war grün-weiß. Die Fangschnüre waren weiß. Zur Parade schmückte in weißer aufrechter Haarstutz die Pelzmütze. Die Trompeter hatten rote Haarstutze.

Die Mütze der Mannshaften entsprach der der Offiziere.

Die Attila war kornblumenblau mit gelben Schnüren und Borten. Ebenso waren die Beinkleider gehalten.

Auch die Stiefel der Mannschaften entsprachen der Machart der der Offiziere. Sie hatten eine gelbe Einfassung.

Die Mäntel waren einreihig mit gelben Knöpfen und hatten kornblumenblauen, gelb eingefassten Achselklappen.

Das weiße Säbelkoppel war aus Leder und hatte gelbe Beschläge.

Die Säbeltasche wurde an weißen Riemen getragen.

Die Grundfarbe des Deckels war kornblumenblau. Darauf war der gekrönte königliche Namenszug AR zu sehen.

Dieser bestand aus getriebenem gelben Metall. Auch die Einfassungsborten waren gelb, ebenso die Beschläge.

Die Husarenschärpe bestand aus weißer Wolle und war grün durchwirkt.

Kaserne der 3. Eskadron des 1. sächsischen Husaren-Regiments König Albert Nr. 18. Zeigenössisches Foto.

Das 1. sächsische Husaren-Regiment König Albert Nr. 18 (Großenhain). Entstehung und Standort.

Das 1. sächsische Husaren-Regiment König Albert Nr. 18 hatte als Stiftungstag den 14.04.1734 und seinen Standort in Großenhain.

Die Einheit gehörte zum XII. Königlichen Sächsischen Armeekorps.

Ferner gehörte es zur 23. (Königlich-Sächsischen) Kavallerie-Brigade, die ihren Sitz in Dresden hatte.

Husar aus dem 1. sächsischen Husaren-Regiment König Albert Nr. 18 in Paradeuniform. Originale cdv. Fotograf: Schutze/ Grossenhain. An der Pelzmütze ist der Stern aus Tombak mit dem Wappenschild aus Neusilber zusehen.
Husar aus dem 1. sächsischen Husaren-Regiment König Albert Nr. 18 in Paradeuniform. Originale cdv. Fotograf: Alfred Klingner/ Grossenhain. Die Diensttasche war schwarz (Glanzleder) und hatte keinen Tuchbezug und keinen Besatz.
Husar aus dem 1. sächsischen Husaren-Regiment König Albert Nr. 18 in Paradeuniform. Originale cdv. Die kornblumenblaue Attila hatte zitronengelbe Schnüre. Die hier gut zu sehende wollene Schärpe war mit Grün durchflochten.

Das 1. sächsische Husaren-Regiment König Albert Nr. 18 (Großenhain). Uniformierung.

Die Attila war kornblumenblau, die Hosen ebenso. An der Attila wurden goldene Ketten-Schnüre getragen. Die Interims-Attila der Offiziere hatte einfache goldene Schnüre.

Die Knöpfe waren gelb.

Der Kolpak (der Pelzmütze) war von ponceau-roter Farbe.

Die kornblumenblaue Mütze hatte gelbe Vorstöße.

Der graue Mantel und die Litewka hatten roten Kragenpatten. Die Achselklappen waren kornblumenblau mit gelbem Vorstoß und ausgestanzter Nummer der Einheit.

Im Übrigen ritten die Trompeter Schimmel.

Carl Eduard, Herzog von Sachsen-Coburg in der Uniform des 1. sächsischen Husaren-Regiments König Albert Nr. 18. Farbige zeitgenösssiche Ansichtskarte. Gut zu sehen sind die goldenen Kettenschnüre an der Attila.

Das 2. sächsische Husaren-Regiment Kronprinz Wilhelm Nr. 19 (Grimma). Entstehung und Standort.

Das 2. sächsische Husaren-Regiment Kronprinz Wilhelm Nr. 19 hatte als Stiftungstag den 3007.1791 (Errichtung: 01.10.1791) und seinen Standort in Grimma.

1877 standen die 2. und 4. Eskadron in Lausigk.

Die Einheit gehörte zum XII. Königlichen Sächsischen Armeekorps.

Ferner gehörte es zur 24. (Königlich-Sächsischen) Kavallerie-Brigade, die ihren Sitz in Dresden hatte.

Husaren-Kaserne in Grimma. Zeitgenössische farbige Ansichtskarte.

Das 2. sächsische Husaren-Regiment Kronprinz Wilhelm Nr. 19 (Grimma). Uniformierung.

Die Attila war kornblumenblau, die Hosen ebenso. An der Attila wurden silberne Ketten-Schnüre getragen. Die Interims-Attila der Offiziere hatte einfache silberne Schnüre.

Die Knöpfe waren weiß.

Der Kolpak (der Pelzmütze) war von purpur-roter Farbe.

Der hellblaue Besatzstreifen der Mütze hatte weiße Vorstöße.

Im Übrigen ritten die Trompeter Rappen.

Husar (Unteroffizier) aus dem 2. sächsischen Husaren-Regiment Nr. 19 in Paradeuniform. Fotograf: Mehrhardt/ Grimma. Originale KAB. Die Einheit unterschied sich von H 18 nur durch die weißen Schnüre und die Abzeichenfarbe (purpurrot).
Husar aus dem 2. sächsischen Husaren-Regiment Nr. 19 in Paradeuniform. Fotograf: Beier/ Grimma. Originale cdv. Bei der Parade-Säbeltasche war das Leder dunkelrot.
Husar aus dem 2. sächsischen Husaren-Regiment Nr. 19 in Paradeuniform. Originale cdv. Fotograf: Atelier Meinhardt/ Grimma.
Husar aus dem 2. sächsischen Husaren-Regiment Nr. 19 im Dienstanzug. Originale KAB. Fotograf: Adolph Richter/ Leipzig. Der Säbel war wie das preußische Modell 52/79.
Husar (Gefreiter) im Dienstanzug bewaffnet noch mit dem Kavalleriesäbel M 52. Originale cdv.
Husar aus dem 1. sächsischen Husaren-Regiment König Albert Nr. 18 mit Pelzmütze. Fotograf: Schulze/ Grossenhain.
Angehöriger des 1. sächsischen Husaren-Regiments König Albert Nr. 18. Fotograf: Schutze/ Grossenhain.
Angehöriger des 1. sächsischen Husaren-Regiments König Albert Nr. 18. Fotograf: Kurt Meyer/ Grossenhain.
Sächsischer Husar in Ausgehuniform. Originale cdv. Fotograf: Herzfeld/ Dresden.
Sächsischer Husar als Einjährig-Freiwilliger im Ausgehanzug. Originale frühe KAB. Fotograf: Carl Riedel/ leipzig.
Reservistenbild sächsischer Husaren. Die Husaren hatten eine Diensttasche und eine Paradetasche (im Hintergrund oben aufgehängt). Sie waren aus schwarzem Leder und für die Parade mit kornblumenblauen Tuch bezogen. Die Paradetasche hatte dazu Bortenbesatz und darauf den bekrönten königlichen Namenszug aus Metall.
Husaren-Kaserne in Bautzen. Zeitgenössische farbige Ansichtskarte.

Das 3. sächsische Husaren-Regiment Nr. 20 (Bautzen). Entstehung und Standort.

Das 3. sächsische Husaren-Regiment Nr. 20 wurde im Jahr 1910 errichtet und stand in Bautzen.

Angehöriger des Husaren-Regiments Nr. 20 (Bautzen) in Paradeuniform. Originale Fotokarte. Hier mit dem Kavalleriesäbel 98 mit dem sächsischen Wappen im Gefäß.

Das 3. sächsische Husaren-Regiment Nr. 20 (Bautzen). Uniformierung der Mannschaften (vor allem nach Knötel/ Pietsch/ Collas).

Das 3. sächsische Husaren-Regiment Nr. 20 war von Anfang an feldgrau bekleidet.

Der Kolpak der Pelzmütze war hellblau. Im Übrigen wie H 18 und H 19.

Die Mütze hatte am kornblumenblauen Besatzstreifen weiße bzw. hellblaue Vorstöße.

Der Attila war feldgrau mit ebensolchen Schnüren.

Die Achselschnüre waren weiß-konrblumenblau.

Vorn waren schräg gestelltee Taschen mit einem Knopf.

Die Reithosen waren von feldgrauer Farbe mit gleicher Borte.

Die Reitstiefel war wie bei H 19.

Auch die langen Tuchhosen waren feldgrau mit rotem Vorstoß.

Mantel und Litewka waren grau. Die feldgrauen Kragenpatten hatten hellblaue Vorstöße.

Die Achselklappen am Mantel waren feldgrau mit weißen Vorstößen.

Es wurden keine Schärpe, kein Bandolier, kein Kartuschkasten und keine Säbeltasche getragen.

Das Koppel war braun mit einem neusilbernen Schloß. Des zeigte das Wappen in silber.

Zur Ausrüstung gehörten ein Tragegerüst und Patronentaschen aus braunem Naturleder. Diese wurden nicht zur Parade angelegt.

Unteroffiziere hatten silberne Tressen.

Husar des Husaren-Regiments Nr. 20 (Bautzen). Fotograf: Richard Huth/ Bautzen.

Das 3. sächsische Husaren-Regiment Nr. 20 (Bautzen). Uniformierung der Offiziere (vor allem nach Knötel/ Pietsch/ Collas).

Auch die Attila der Offizier war in feldgrau gehalten. Im Schnitt wie bei H 18 bzw. H 19. Vorhanden war aber ein Überschlagkragen.

Der Besatz bestand aus grau-wollener und grün durchwirkter Plattschnur.

Auch die Rosetten und die Keneblknöpfe der Attila waren so bezogen.

Die Schulterknöpfe waren matt silbern und zeigten eine Krone.

Die Achselschnüre waren silbern und grün durchzogen.

Die feldgrauen Reithosen hatten einen ebensolchen Besatz.

Die Reitstiefel entsprachen den Stiefeln bei H 19, aber mit silberner Borte.

Es gab auch lange feldgraue Hosen mit einem roten Vorstoß.

Die Litewka entsprach dem Modell von H 19, hatte aber matte Knöpfe mit Krone.

Auch am Paletot wurden matt silberne Knöpfe geführt. Dessen Kragen war umgelegt (feldgrau mit blauen Futter. Die Vorstöße waren weiß.

Die Schärpe war wie bei H 18 bzw. H 19.

Bandolier und Kartsuchkasten wurden nicht getragen, ebenso wenig eine Säbeltasche.

Das Koppel war wie bei H 19, aber mit feldgrauer Unterlage.

Auf dem Sattelfell waren versilberte Sterne angebracht, das Mittelstück war hellblau mit silberner Krone.

Die Pistolentaschen waren hellblau mit weißem Vorstoß mit Silbertresse.

Die Dienstdecke war dunkelblau.

Die Offiziere von H 20 hatten keine Galahosen.

Trompeterkorps des 3. sächsischen Husaren-Regiments Nr. 20 . Farbige Ansichtskarte vor 1914. Gelaufen 1911. Die Trompeter hatten feldgraue Schwalbennester mit silbernen Tressen.
Sächsische Husaren in feldgrauer Montur, wohl Angehörige einer Ersatzformation ab 1914. Originale Fotokarte.
Sächsische Husaren in feldgrauer Uniform. Vorn Offiziere. Originale Fotokarte. Um 1914.
Sächsische Husaren in feldgrauer Uniform. Mittig Unteroffizier. Originale Fotokarte. Um 1914.
Husaren in Ausgehuniform aus dem Husaren-Regiment Nr. 20 (Bautzen). Originale Fotokarte. Gelaufen: 01.12.1913.
Wachdienst beim 1. sächsische Husaren-Regiment König Albert Nr. 18 . Originales mittelgroßes Foto. Fotograf: Altmann/ Großenhain.
Patrouille sächsischer Husaren. Zeitgenössisches Foto.
Appell einer Eskadron sächsischer Husaren. Zeitgenössisches Foto.
Regimentsschmiede beim 1. sächsischen Husaren-Regiments König Albert Nr. 18 in Grossenhain.
Trompeterkorps der sächsischen Husaren. Wohl Husaren-Regiment Nr. 20 (Bautzen). Originale Fotokarte. Sie ritten im Übrigen Füchse mit weißen Fesseln.
Husar aus dem 2. sächsischen Husaren-Regiment Nr. 19 zu Pferd mit Lanze.

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