Die Uniformen der französischen Armee unter Napoleon I. (1800 - 1815) - Fremdtruppen - Die Hannoversche Legion
Die Hannoversche Legion wurde zum Ende des Konsulats von General Mortier (Édouard Adolphe Casimir Joseph, * 13. 02.1768 in Le Cateau-Cambrésis, Département Nord; † 28.07.1835 in Paris, später zum Marschall erhoben) errichtet und am 13.04.1804 offiziell genehmigt. Dieser war Kommandant in Hannover.
Die Legion bestand aus Infanterie und einer Kavallerie-Einheit (Jäger zu Pferde).
Kommandant der Infanterie war zunächst Oberst Striffler, er wurde später durch den Prinzen von Hohenzollern-Hechingen ersetzt.
Die Kavallerie wurde von dem Obersten Evers kommandiert.
Im Jahre 1809 wurde ein Bataillon vom Regiment Westphalen in die Legion integriert.
Am 09.08.1811 löste man die Einheit auf und deren Bestand in verschiedene Infanterie-Regimenter verteilt.
Laut Eugène Fiéffé (Geschichte der Fremdtruppen Im Dienste Frankreichs, Bd. 2, S. 186) setzte sich die Legion nicht nur aus Hannoveranern zusammen.
Im Jahre 1811 war z. B. die Zusammensetzung eines der Bataillone (500 Mann) nämlich wie folgt:
226 aus österreichischen Ländern, 53 aus Preußen, 129 aus verschiedenen Staaten des Rheinbundes, 3 aus Spanien, 2 aus Neapel, 7 aus Polen, 9 aus der Schweiz, 14 aus Russland, 3 aus Schweden und 57 teilweise aus Holland usw.
Die Infanterie trug einen langschössigen Rock, dessen Grundfarbe rot war. Die Abzeichen (Kragen, Rabatten, Ärmelaufschläge) waren blau. Die Vorstöße waren weiß.
Auch die Weste und die Hosen waren weiß, im Felde wurde anstatt der weißen schwarze Gamaschen angelegt.
Der Tschako hatte einen gelben Beschlag und weißen Behang.
Die Kavallerie trug einen grünen Spenzer mit kurzen Schössen ohne Rabatten. Kragen, Ärmelaufschläge und Vorstöße waren gelb. Weste und Beinbekleidung wird als ungarisch beschrieben. Als Kopfbedeckung diente ein Tschako.
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